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aus des Teufels Papieren.
würd' er wie jeder Zugvogel ganz des Teufelswerden. Es geschieht erstl>ch>ver Wärme wegen, daßso viele Strich- und Zugmenschen aus Englandund Deutschland in südlichere Länder wollen:denn der physiologische Halter hält es ausdrück-lich für heilsam, die Jugend in einem kälternund das Altes in einem wärmern Klima zu verle-ben ; ich habe dir aber schon gesagt, daß gar vieleEdelleute es noch zu dem hohen Alter von vierund zwanzig Jahren bringen, wo zum Glück ge-rade ihr Auswanderungtrieb aufwacht. Gottes-fürchtige Naturforscher sehens aber auch als einebesondere Wohlthat für ganze Länder an, daß —so wie die Heringe vom äußersten Pole zu denHamen der Holländer und Franzosen abreisenmüssen, um von ihnen eingepökelt und von denersteren mit einem Gewinst von einer Million Tha-ler abgesetzt zu werden — gleicherweise die Edel-leute durch einen besondern Naturtrieb genöthigtwerden; nach Paris zu fahren, um dort von tau-send Menschen gefangen und benutzt und verzehrtzu werden; ja wie die blitzenden Schuppen desHerings den Netzen des nächtlichen Fischers denWeg und den Fang anweisen: so sollen die goldnenund silbernen Schuppen am Körper des Zugsdel-manns das ihrige beitragen, um ihn eifrigeraufzugreifen und seiner in Netzen von Karten-papier habhaft zu werden.
Du mußt noch wissen, daß ich dir zwar neulichgeschrieben, daß die Vögel in den warmen Ländern,die sie als ihre Winterstuben beziehen, aus zweiGründen keine Jungen zeugen können, erstlich,weil wir hier in Syrien nichts davon sehe», zwei-tens , weil sie in Europa allezeit ohne Jungen undallezeit ohne abgenützte oder abgemauste Federn an-landen, welches beides nach dem Brüten nicht statthätte — allein bei den mit dem langen Queuefortgestoßenen Menschen ists zehnmal anders; sie se-geln stets mit zerrissener und abgebleichter verschosse-ner Haut wieder heim und bringen nur aus einerleiGrund weder Geld noch Kinder mit; deswegenschreibt ja auch ein gewisser halbblinder und alterNaturforscher so schön von den Zugedelleuten: "Zwi-schen ihnen und den Zugvögeln seh' ich hierin natür-lich einen Unterschied.--
Ich habe dir neulich zu berichten vergessen, daßdie .Wachteln in Neapel acht Tage lang nach ihrerAnkunft aus Afrika giftig zu genießen sind, undich las es selbst erst im Ferber; allein nachherkann sie jede Wöchnerin essen, wenn sie mit Korngefüttert worden. Es schadet nicht viel, daß diestreichenden Edelleute aus Paris auch einen gewis-sen Gift als Rückfracht heim bringen, denman unter dem Namen der französischen atheisti.schen Philosophie recht allgemein scheuet: sie blei-ben auch nicht lange giftig, besonders wenn mansie auslacht und nicht bekriegt.
Da die Lerchen bei ihrem Wiederstriche fett be-funden werden: so wollen deswegen einige Na-turforscher gar ihren Strich bezweifeln; ich kannmich am allerwenigsten in dieses Lerchenfett fin-den, da ich gerade an den Edelleuten, die ihrenStrich und Wiederstrick wirklich machen, nachherso wenig Fett auSfühle, Laß ihr ganzer Leib somager ausfällt, wie die verdorrte Hand, lisam Arme des Mannes im vorigen Evangeliv
saß. Ich wollte, du wüßtest es recht gut, warumblos Nordmänner und selten Nordweiberdurch den Naturinstinkt nach Paris gehetzet wer-den, wie man etwa» nach Europa blos Papg-gaienmännchen und keine Weibchen einlie-fert: ....- die Konklusion hatte ich von einan-der geschossen.
vm.
Wie das Verdienst zu seiner Bezahlunggelangte.
DaS Verdienst hatte Schuldner genug: aber siegaben ihm nichts, sondern lobten es blos. Wennes gegen Weihnachten ein Lau» voo, eine wota,ein »der Herr geliebeN" eine Rechnung ein-reichte, so sagte jeder: es könne warten, manmüßt' es auch. Dabei hatt' es den großen Fehler,den es nie ablegen wollte, daß es von schlechterHerkunft und nicht stiftfähig war; wie es dennüberhaupt eine recht gewöhnliche Fahrlässigkeit derMenschen ist, daß sie, ob sie gleich den Schaden da-von wissen, doch durch arme und bürgerlicheMütter zur Welt sich bringen lassen; dadurchverrückt sich alles, und das Glück solcher Personenwird, mit dem Geburthelfer zu reden, statt einerleichten Kopfgeburt eine Fußgeburt oder eineSteißgeburt. Das Verdienst wollte seinem mattenArme den weltlichen anschienen und brachte seineSache gerichtlich vor bei den Justizkollegien, bei Vi-celandrichtern, bei Gerichthaltern, bei Registrato-ren: allein weil ein Rechthandelnder niemals auf soviele Kautelen und Brustwehren denkt als einBetrüger, so gibt die Kantelarjurisprudenz blosdiesem gewonnen, und überdies waren alle Rich-ter des Verdienstes zugleich seine Schuldner.Glücklicherweise besann es sich, daß oft geringerePersonen ihre Schuldforderungen an Höhere ab-träten, damit diese sie unter ihren mächtigernNamen und mit ihren längen: Händen eintrie-ben, und hernach die Schuldpost den wahrenGläubigern gegen einen Abzug wieder ausliefer-ten — ich sage glücklicherweise.
Denn das Verdienst hatte einen reichet: undvornehmen Wahl - oder Adoptivgroßvater,der, weil er zu alt zum Kinderzeugen geworden,das Verdienst zum Wahlenkel erkieset hatte — eswar das Unser dienst, das in Paris so sehrgemißhandelt wird, daß es die wichtigsten Aemtererst theuer kaufen muß, die es anderswo umsonsterhielte. Das Verdienst suchte bei seinem Groß-vater frühmorgens beim Frisieren vorzukommenund meldete beim Eintritt mit wenigem, es wäredessen Enkel, es sei nun durch Adopzion und durchArrogazion. Hierauf hielt es eine der längstenReden an den frisierten Großvater und flocht mitein: "ich werde mich nie sehr loben: aber ich muß auchder Welt und dem H. Großvater nicht widerspre-