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Herbst-Blumine.
eines einzigen unsichtbaren Gegenstandes zusani- ten vieler französischer Autoren sind; eine Un-men, und sie brachte» dieses tragbare Schrecken- deutlichkeit, die durch ihre bloße unveränderteObjekt überall mit und blickten es an. UebrigenS Wiederholung sich aufhellt , spannt und stärkt,treibt die Phantasie in keiner Seelenbewegung ^ Sogar kleine Kinder strengt zuweilen durch Wi-—- nicht einmal in der Liebe - ihre Echo- l derspruch-Näthsel der Rede an: z. B. dies Hort'
vfung- und Herrscherkraft so weit, als in der ich mit meinen Augen; dies ist recht schön
Furcht; Kinder, sonst alles fromm ihren Eltern , häßlich,glaubend, begehren zwar eifrig ras aufrichtende be- l .
waffnende Wort wider das Gespenst, erliegen aber j
mit dem Worte im Herzen doch der Phantasie. — ^ WaS schon als Klugheit-, ja Gerechtigkeit-RegelFerner: Kinder, welche den Gegenstand der Furcht, gegen Erwachsene zn befolgen ist: dies gilt nochz. B. einen,'Mantel mit Hut auf einem Stocke, ! mehr als eine gegen Kinder, die nämlich, daßlängst durchsucht, und selber zusammengebauet, lau- ! man niemals richtend ausspreche z. B. du bist einfen doch vor ihm mit Grausen davon. — So sürch- ! Lügner oder (gar) ein böser Mensch, anstatt zuten sie weniger das, was sie schon verwundet hat, ! sagen: Du hast gelogen, oder böse gehandelt,
als was ihnen durch Mienen oder Wort« von den s Denn da die Allmacht, sich zu befehlen, zugleich
Eltern furchtbar benannt worden, z.B.eine Maus. ! die Allmacht, sich zu gehorchen einschließt: so fühltDaher vermeidet und verhütet vorzüglich jede ^ der Mensch sich eine Minute »ach dem Fehler soPlötzlichkeit. eS sei des Worts — z. B. i» Nacht, ! frei wie Sokrates, und das glühende StempelnSchau'! oder gar Horch! welches noch mehr nicht seiner That, sonder» seiner Natur, muß ihmerschreckt— oder es sei die der Erscheinung; denn eine strafwürdige Strafe dünken. Dazu kömmthier können die Sinne die überstimmende Phan- l „och dies, daß jedem seine Unsittlichkeiten, ebentaste nur befeuern, nicht bezwingen, und die l durch das unvertilgbare Gefühl sittlicher TendenzWirklichkeit verzerrt sich wild vor der schleunigen und Hoffnung, nur als kurze abgezwungene Zwi-Beleuchtung. So entsteht die Gewitterfurcht größ- schenreiche des Teufels, als Schwanzsterne im re-tentheilS von der PI ötz l ichke i t des Blitzes, gerechten Himmel-System erscheinen. Das Kindwomit er vor dem gespannten Blicke den finstern fühlt also unter der sitllichen Vernichtung mehrHimmel aufreißet. Bliebe der Himmel ein lan- fremdes Unrecht, als eignes; und dies um soger Blitz, wir fürchteten ihn weniger. ^ mehr, da ihm der Mangel an Reflexion und die
Eben darum ist körperliche Abhärtung — da der ^ Glut der Gefühle überhaupt fremde Ungerechtig-Körper der Ankerplatz des Muthes ist — so nö- feit verzerrter vormalen, als jede eigne,thig. Ihr Zweck und Erfolg ist nicht sowohl
GesuiiShei tan stall und Verlange- §-
^bens — (denn Weichliiige und Befehlt keinem Kinde inten erstensechSJah-Wollüstlinge wurden öfters alt, so wie Nonnen ren, etwas zu verschweigen, und wär' es eineund Weltdamen noch öfter) — als die A u s- och ihr einem geliebten Wesen heimlich
und Z u r ü st u n g desselben wider das Ungemach z„berestet; den offnen Himmel der kindlichenund für Heiterkeit und Thätigkeit. Da der ^ 2M„lwrzigkeit darf nichts verschließen, nicht ein-weibliche Geist durch Verweichlichung Nicht eben „,al die Morgenröthe der Scham; an euren Ge-ein weibischer wird, wohl aber der männliche: ! hejmnifsen werde» sie sonst bald eigne versteckenso kann es in den höhern Ständen, wo verhält- ! l^iieit. Die Heldentugend der Verschwiegenheitnißmäßig die männliche größer ist und wird als fodert zu ihrer Uebungzeit die Kraft der anreifen-Lie weibliche, wohl noch dahin kommen, daß das ' ' ' ....
schwache Geschlecht über das geschwächte hinauS-rückt; und die Weiber und Männer habe» dieschöne AuSstcht, den Dattelbänmen zu gleichen,wovon blos die weiblichen die Früchte tragen, unddie männlichen nur die Blumen.
Alles körperliche werde, geistig wie leiblich, zer-theilt und analysiert vor dem Kinde im erstenJahrzehend, aber nur nichts Geistiges; dieses, dasnur einmal da ist, nämlich im Kinde selber, stirbtleicht ohne Auferstehung unter dem Zertrennung-messer; die Körper aber kommen jeden Tag auf-erstanden und neugeboren zurück.
Die Muttersprache ist die unschuldigste Philoso-phie und Besonnenheit - Uebung für Kinder.
Sprecht recht viel und recht bestimmt, und haltetsie selber im gemeinsten Gespräche zur Bestimmt- Tage lang mit tragbaren Kanzeln und Beichtsiüh-heit an. Warum wollt Ihr die Bildung durch len nachsetzte, und dem er daraus Predigten undSprache erst einer ausländischen aufheben? sver- Verdammungen nachsprihte, würde zu keiner äch-sucht zuweilen längere Sätze als die kurzen Kin- ten Thätigkeit und sittlichen Freiheit gelangen;
! Lersätze mancher Erziehlehrer, oder die zerhack- geschweige aber ein schwaches Kind, das mit jedem
den Vernunft: nur die Vernunft lehrt schweigen,das Herz lehrt reden.
Daher, und aus andern Gründen, find' ich, we-nigstens im ersten Jahrfünf, das Verbot zu fodernfalsch, besonders wen» es die Mutter mit demBleizncker des Versprechens, alsdann zn geben,versetzt. — Sind denn Wünsche Sünden, oder dasj Bekennen derselben ? Wird nicht, während daSs Schweigen dem Geben auflauert,eine lange Genuß-und Lohnsucht, und eine lange Verstellung unterhal-ten und genährt? Und ist nicht das ganze Abschlagenviel leichter nach der kurzen Bitte auszusorechen,als nach dem langen Warten? — Aber das Fehl-gebot kommt eben aus dein mütterlichen Unver-mögen, ein schnelles, leichtes, allmächtiges Nein zusagen.
§.
! Sogar ein Erwachsener, welchem ein anderer