Band 
IV.
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Museum.

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verwandelte wirklich eine Gattung Tabaksnicv-tiairu rustien) durch lange Bastard-Bestäubungenin eine andere (nioot. pnniculata); aber hierbringe man außer menschlichen Scharf» und Vor-sinn, und Dorrichlung, noch den Hauptpunkt inRechnung, daß Tabak nur in Tabak verwandeltwurde (*), so wie etwan der Schakal nach Büffonnur sich in ähnliche Wölfe. Füchse, Hunde zer-theilte; und zwar alles durch Befruchtungen, al-so vermittelst zweier schon ganz fertig dastehenderGeschlechter.

§. 12 .

Diese aber fehlen ganz dem organischen Macht-nisten und müssen doch von ihm gepflanzt wer-den, damit die ersten Thiere sich fortpflan-z en.

Hier wirft sich ihm die dritte schwere Frageentgegen. Denn wenn er auch unter unzählige»Würfen und Nieten von bildend - versuchendenJahrtausenden so glücklich war, endlich die Qua-lerne eines vollständigen und aufrechten Thiereszu gewinnen : so hat er so viel als nichts erbeutet— weil das T hier einsam im Kloster der Naturabstarb. — wenn er nicht auch die Quinterne,gleichsam als Prämie, dazu gewann, nämlich einzweites lebendiges Thier andern Geschlechts, unddieses zweite zwar Lurch alle Verhältnisse hin-durch dem ersten organisch so zugleich entfremdetj und doch zugebildet, daß durch ihre Ausgleichungauf einmal logar ein drittes Thier auf einem ganzandern Wege als auf dem des bisherigen Elemen-ten - Getriebes sich bildet, und auch auf einemandern Wege als es die im Lovse gewonnenen El-tern vermochten, sich ernährt, nämlich von diesenselber, und endlich, daß dieses dritte Thier, ausdem Gleise des elterlichen Entstehens herausgewi-chsn, nun künftig regelmäßig in die Quaterne undQuinterne zugleich zerspringt, und weiter er.schafft.

Oder könnt ihr in der blinden Natur des or-ganischen Machinisten eine Neigung der Kräftei nachzeigen, sich zu paarweiser Schöpfung zu ent-zweien, um sich selber auf diese Weise entbehrlichzu machen, ihre Nachschöpfer erschaffend ? Wennein Gebilde sich harmonisch und nach abwiegendens Gesetzen ausbauet: so ist dies nur Natur-Noth-! wendigkeit, weil im andern Falle die unharmoni-! sche Mißgeburt, das Mißgevilde, bestandlos sich sel-ber aufriebe; wenn aber in zwei Wesen, die ganzunabhängige*) von einander sich formen, nämlichin beiden Geschlechtern alle Aehnlichkeiten undVerschiedenheiten derselben mit schöpferischer Be-rechnung blos für die Zukunft eines drittenunsichtbaren sich gestalten: so nenne man doch dieblinden Kräfte, welche ein solches Zweierlei bil-den, schauen und knüpfen. Nur nenne man nichtden Würfel der Aeonen - Unzahl, mit welchem der

(?) Mischlinge sind nur bei verwandten Pflanzen frucht-bar. Klügels Enzyklopädie. Auch bemerkte Kohlremerselber, daß fruchtbare Bastarde nach einigen Zeugungenwieder in der ganzen alten Natur ihrer Stammeltcrn er-scheinen.

<?') Sogar zuweilen im Pflanzenreich, z. B. die Datteln, ?Gurken, Weiden. >

Gottläugner betrügt und gewinnt; denn in einerJahr - Billion könnte wohl in einigen Thiergattun-gen riete unharmonische Harmonie des Geschlech-tes anklingen; aber ei» solches Doppelgesetzunverletzt durch das ganze Reich des Lebens fort-geführt zu sehen — setzt einen Gesetzgeber vor-aus. Nach Linnöe (*) fehlen oft einer Pflanzen-gattung die Blätter (z. B. der Flachsseide) —einer andern der Stamm (z. B. einigen Flechten-gattungen) — einer andern der Blumenstiel(z. B- der Blätterblume) — einer andern dieWurzel (z. B. dem Meergras) — aber keiner dieBefruchttheile. Ja nach Persoo u (**) ist der ganzeSchimmel nichts als ein nacktes Befruchtwerkzeug.Nach Linuse sind die Zeugtheile so sehr der eigent-liche Pflanzengeist, daß alle Pflanzen, die sich indiesen ähnlichen, auch mit gleichen Arzneikräftenwirken. — Der organischen Maschinerie müßte,sollte man denken, die Absonderung und Wechsel-Zubildung zweier Geschlechter gerade in den nie-drigern unvollkommnern Gattungen, in welchenweniger auszugleichen und vorzubereiten ist, amstärksten gelingen; aber in diesen (z. B. denSchnecken) und in den Pflanzen herrscht daszweierlei Geschlecht des Hermaphrodismus; underst in den höher» vieltheiligeu treten die Ge-schlechter reiner und ferner auseinander.-

Kurz nach allem sagen uns die aufgestellten höl-zernen Säemaschinen des Lebens nicht mehr alsder Kanadier s**'), welcher ganz faßlich alles aufeinmal durch die Annahme erklärt, die Welt habeder große Hase geschaffen; wiewohl mancher sol-cher mechanischer Weltschöpfer sich vom kanadischennoch dazu durch die Kleinheit unterscheidet.Er erzeugt so mit Schreibfingern — nicht geistigeGeburten, sondern körperliche — wie der RieseDmer einen Sohn sich mit den Füßen, indem erden einen an dem andern rieb (-f). — Walther(s-f) behauptet, jede organische Gestalt beginne mitdem Bilden eines Kreises; schön nachahmendfangen die organischen Machinisten derselben, miteinem, obwohl nur logischen Zirkel an, und setzengern das voraus, was sie zu beweisen haben, sodaß sie hier, wo eben von der Suchuug des An-fangs oder Petizion des Prinzips die Redeist, gerade am rechten Orte die logische petitioprineipii anwenden.

§. 1 «.

Aber die Paragraphen 7 und ö, welche unsEingeweidewürmer, Aufgußthierchen und Aufguß-pflänzcheu als elternlose Geburten und als dieNachzeuge» der früheren Entstehungen entgegen-stellen, begehren mit Recht ihre besondere Erwä»gung.

Diese Erscheinungen sind nickt erklärende, son-dern selber zu erklärende. Warum aber will mannicht lieber annehmen. Laß alle diese Organisazio-

(*) Dessen Zkm-Lnit Lcaä. V. oral. äc terra käbi-tabili.

(**) Voigts Magazin, 8. B. ». St.

Oänie -In OIirislionismL cl<- clisteaubri-mck.

(si Beagur i. Band.

(s-fl Dessen Physiologie.

s-on Pan I's W crk c. !V.