Z4 Reicher Leute Kinder
aber sollte die unterste Classe von allen seyn, oder je-Dem Bürger offen stehen, und folglich gar kein Gilde-recht haben.
Denn was ist doch in aller Welt mancher Krämer /Ein Mann der Tag und Nacht darauf denkt, neue Mo-den, neue Klcidungsarten und neue Reitzungen für denGeschmack einzuführen; ein Mann der in der ganzenWelt herum lauscht, ob nicht irgendwo eine ärmereNation sey, welche ein Stück Arbeit um etliche Pfen-nige wohlfeiler macht; und dann seinen Mitbürger,der unter mehrern Lasten und bey theuren, Arbeirsprei-sen, die seinige nicht gleich eben so wohlfeil geben kann,«msBrod bringt; ein Mann der jedem Handwerke mitklugem Fleiße nachstellet, und sobald es einigen Fort-gang hat, sofort auf Mittel und Wege denkt, etwasähnliches oder etwas anders einzuführen, wodurch dieeinheimische Arbeit entbehret, gestürzet, und der Vor-theil in seine Hände gebracht werden kann. —
Der allezeit fertige Einwurf, dessen sich Käufer undVerkäufer bedienen: Es wird auswärts wohl-feiler gemacht, sollte nicht leicht von einem jedenNach seinem Vornrrheil gedrancht, sondern vom Polnzeyamte beurtheilet werden. Die Holländischen Fabrik-stosse sind alle wohlfeiler als die Französischen, undDiese oft glänzender und verführerischer als die Engli-schen. Allein Frankreich hält dafür, und jeder klugeMensch wird es dafür halten, daß der Staat wenigerleide, wenn fünf Thaler an einen Einheimischen alsdrey an einen Fremden bezahlet werden. Die Aus-flucht, daß die holländischen Stosse wohlfeiler seyn,berechtiget den französischen Unterthan nicht, diese ausHolland kommen zu lassen; und der Engländer mußseine Butter mit 8, ,2 bis ,8 Mgr. das Pfund bezab-len , wenn er sie gleich aus Irland unter der Halste
frey