Mehrbändiges Buch 
Patriotische Phantasien / von Justus Mösre ; Herausgegeben von seiner Tochter J. W. J. v. Voigt, geb. Möser
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sollten ein Handwerk lernen.

lichem Geblüts höher andienen zu lassen, und überhaupteinen.bedenklichen Eingang, macht, jedes große Gesetz,dem sich nur Peter der Große unterwarf, allmählich itkVergessenheit zu bringen, und damit die Ehre der Ge?meinen, wovon doch der Geist des Regiments abhängt,zu vermindern.

Wenn es also an sich eine Ehre ist, Zunftgerechtseyn; und wenn sich sogleich ein Handwerk hebt, sobaldes nur Leute treiben, die demselben den äußerlichenGlanz geben können: was hindert es denn, daß reicheLeute ihre Kinder ein Handwerk lernen lassen? Mandenke nicht, die Ehre sey blos eine nothwendige Trieb-feder des Militairstandes. Der geringste Bediente, dergeringste Handwerker ohne Ehrgeitz ist insgemein einschlechter Mensch. >

Um aber dem Handwerke seine Ehre wieder zu ge-ben, sollte man jede Zunft zum wenigsten doppelt ein-theilen. In England wie in Frankreich steht der han-delnde Handwerker mit dem Tagwerkenden(journeyman) nicht in einer Gilde, und überall werdenKaufleute von Krämern unterschieden.

Die Kaufleute machen billig die erste Classe derBürgerschaft ans. Niemand aber sollte zu dieser Classegehören, der nicht am Schluß des Jahrs bescheinigenkönnte, daß er eine nach den Umständen jedes Orts ab-gemessene Quantität einheimischer Produkten undim Lande verfertigter Waaren auswärts verkaufet habe.Nächst diesen könnten diejenigen, welche mit fremdenWaaren ins Große handeln, ihren Rang behalten.

Auf die Kaufleute aber sollten alle Handwerker inihrer Ordnung folgen, welche ein bestimmtes Lager vonihrer Arbeit halten. Diesen möchten die Handwerker,welche auf Bestellung arbeiten oder Tagwerk machen,und gar keinen Verlag haben, folgen. Die Krämereprnösers pba!»' !> Theil. . C aber