s6 Also soll der handelnde Theil der Menschen
schieht; falls es in des Menschen Vermögen wäre,sich an der Schnur abgezogner.Regeln zu halten, oderjede feiner Handlungen-so..einzurichten, wie,.er es sichin seinem Lehnstuhle bei kalter Ueherlegnng vorgenom-men hatte. » ^
Koch eins, zerlegen Sie einmÄ das" coinponerssilirtim, und untersuchen, woraus .die Compositionbesteht; nicht wahr, Sie fin.heü nichts wie Lügenund Betrug ? Man laßt scheinen, was man nicht hat,und verbirgt, was man nicht sehen lassen darf. Unddennoch wird der praktische Mann die holde Dchönewahr und tugendhaft finden, und des moralischenÄnatomisten lachen, der ihm solche theilweis? unwahrund fehlerhaft zeigen kann. Eben so wird der durchden ganzen Eindruck der Schöpfung belehrte Bauerimmer des metaphysischen Atheisten lachen, und Gottda erkennen , wo dieser, ihn nach dem Maaße verlie-ret, als er trennet, therlet, nW ins ÜneMiche/geht.Unter jenen hat Nid einer W''seiner eignen Güssen^und seiner Freiheit gezweifelt s'unti "es ist eine erstau-nende Beruhigung, daß die. Wirkung, des Ganzen —Glaube an Gott ist, und der Zweifel blos aus einemsublimirten Theilchen aufsteigt. .
Ein strenger Moralist wird niemals ein guterMinister werden, weil er immer sein Verhalten mehruach abstrahlten Regeln, als nach Totalbegriffetteinrichten wird; und doch ziehen manche Fürsten, beiBesetzung der Ministerialstellen, den regelmäßig ge-lehrten dem praktischen Manne vor. Gewiß würdensie dadurch zu tausend Ungerechtigkeiten Gelegenheitgeben, die jeder natürlicher Weife begeht, der nachseinem kurzen abstrakten Maaßstab eine menschlicheHandlung abmißt: wenn nicht zum Glück die mehrsten