Die Artikel und Punkte. 1-9
Punkte oder über Artikel, fragt: so verlangt manvon ihm, was die Juristen die Kriegsbefestigung nen-nen. Diese setzt voraus, daß eine Klage vorhandensey, worauf man sich einlassen solle. Es ist also offen«bar, daß derjenige, der einen über Punkte fragt, ihnwirklich anklage.
Ist es aber nicht erstaunend viel gewagt, jemandenwegen eines Verbrechens anzuklagen, ehe man von demBeweise desselben sicher ist - Beladet sich der Klägernicht mit der schwersten Genugthuung, wenn er solcher«gestalt jemanden in offnem Gerichte verklagt, und denBeweis nicht führen kann ? Oder hat ein Richter mehrRecht, als ein andrer, einen ehrlichen Mann solcherge«stall öffentlich ungestraft zu verlaumden?
Freilich kann der Unschuldige hernach immer nochin diesem Falle auch von dem Richter Genugthuungfordern. Aber wie schwer wird ihm diese nicht fallen?Wie leicht wird sich der Richter entschuldigen? Undist es billig, auch nur den geringsten Menschen unterder Versicherung, daß man ihn schadlos halten wolle,in Schaden zu stürzen ? Kann der Schaden an derEhre, so leicht wie der am Gute ersetzet werden? IstVerdruß, Gram und Kränkung, wodurch einer umseine Ruhe und Gesundheit gebracht wird, wirklich zuersetzen? Und ist es daher nicht natürlich, in solchenwichtigen Fällen diejenige Vorsicht zu gebrauchen, welcheder schlichte Menschenvernand an die Hand giebt?
Außerdem kommen doch auch manchem Beklagtenleicht einige verzögerliche Einreden zu statten, warumer auf die Klage zu antworren nicht nöthig hat War«um will man einem nun diese in der wichtigsten Be«gebenhett abschneiden, worein ein ehrlicher Mann gelan-gen kann ^ Und das mir offenbarer Gewalt — Dennder Richter wird sich leicht ermächrigrn, den MannMvstrs'patr. Mamas. IV. Th. I euiM