Mehrbändiges Buch 
Patriotische Phantasien / von Justus Mösre ; Herausgegeben von seiner Tochter J. W. J. v. Voigt, geb. Möser
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i2g Die Artikel und Punkte.

hat: so wird doch das Publikum, was eines Theilsvon diesem feinen Unterscheide noch nicht unterrichtet,und andern Theils durch das außerordentliche Verfah-ren des Richters berechtiget ist, übel zu urtheilen, gegenden Jnquisiten leicht einenAbscheu fasse», oder wenigstensimmer einen Gedanken von ihm behalten, der seiner Ehreund seinem Credit nachcheilig. isi. ' Des Richters Absichtmuß seyn, sowohl die Unschuld zu retten, als den Verbre-cher zu strafen; und keineIraxis in der Welt ist zurei-chend, dasjenige, was diesen beiden, großen Absichtenentgegen lauft, zu rechtfertigen. Die ganze Praxis be-steht ohnehin aus expsriinentis. in aniML vili *)»wovon sich gegen einen unbescholtenen Mann keineAnwendung machen laßt; und das Verfahren kann imCriminalproceß eben so gut, wie im Civikproceß ab-gekürzet werden, ohne daß es . nöthig ist,, sich dazuder Ueberschnellung zu bedienen. Was aber ihre ge-richtliche Physiognomik anlangt: so glaube ich, daßder plötzliche Ueberfall, womit der Richter, den In-quisiteU zu überraschen und zu fangen sich bemühet,eben so früh eine unschuldige als. verdächtige Bestür-zung hervorbringen könne. Vernünftige Richter ha-ben daher von jeher in zweideutigen Fallen die Wendüng gebraucht: daß sie diejenigen , worauf sie.einenVerdacht hatten, als Zeugen ,vorfordern, amd sie das-jenige erzählen ließen, was sie .von der Geschichtewüßten , ohne sich weiter bloszngeben ; und erst, nach-dem, sie die Erzählung mit den Anzeigen zusammengehalten, sich. einige nähere, Fragen erlaubt. Miteinem Worte, man kann eher, wenn es die Noth er-fordert, zur Hast als zur Special-Inquisition schrei-ten. Denn sobald man jemanden, es. sey nun über

Punkte

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Utnic. I., XXIII,