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Die Bekehrung im Alter.
stimmen mit seinem Glauben übereil!; was wollt ihrdenn mehr von einem Christen verlangen? Es kanndieses alles seyn — schloßArist; allein glaubt mir, nachfünfzig Jahren kann fich kein Mensch bekehren. WennPerron vor zwanzig Jahren so gewesen wäre, wie erjetzt ist, da er auf sechzig hinan gehet: so wollte ichihn für einen Heiligen gehalten haben. Denker einMal nach: der weiseste König auf Erden hatte in sei»nem Alter nicht ein Mal so viel Kraft, daß er dergröbsten Abgötterei widerstehen konnte; wie unschuldighat also Perron zur Frömmigkeit kommen können,da er, nachdem seine bösen Neigungen erstorben, undseine Leidenschaften in einen riefen Schlaf verfallen sind,derselben gar nicht widerstehen können? Wo der Wi-derstand schwach ist, da ist der Sieg geringe; und daein alter Mann oftmals nicht ein Mal so viel Krafthat, daß er dem Reize einer Klapperbüchse widerstehenkann, wie will er denn dem beständig anziehendenReize der Tugend widerstehen können? Glaubet mir,die beste Bekehren» in der Welt ist die Faulheit; dieseist die wahre Zerstören« aller Laster, und wenn derMensch nur erst so weit ist, daß seine Leidenschaftenträge werden r so ist er gar bald fromm. Stellet euchvor, Petrvn höre eine nicht gar zu allgemeine Pre»digt, er würde dadurch gerührt, weil sein Herz nichtwiderstehet; dieser Mangel des Widerstandes aber seynicht die Frucht einer Ueberwindung, sondern eineserschlafften Herzens; würdet ihr wohl sagen., Perronhabe sich bekehret? Ich habe noch keinen gesehen, dersich in der Stärke seiner Leidenschaften ernsthaft gebesserthat. Das Herz hat alle Mal den Verstand betrogen,und wo es hoch gekommen, die Frömmigkeit zum Vor»Wurf seiner Leidenschaften gemacht»
Ach