206 Von dem Ursprünge der Landstände
sterreichischen, der Rahm ci-einoi-, Fahm genanntwird, mithin Fahmen eben so gut, als Rahmenoder berahmen, für citiren gebraucht seyn kann:so wird Fehmding, ein Name der den Grillge-richten der Freigrafen gegeben wurde, ebenfalls nurein geboten Ding anzeigen. Verse hmen istdann eben so viel als verbannen, weit anch ban-ne n für citiren gebraucht wird.
I-I.
Von dem Ursprünge der Landstande und desLandraths, im Stifte Osnabrück.
Der Ausdruck Land, Landesherr, Land-stande und Land es kassen ist nicht so alt, wieman insgemein glaubt. Man hatte lange Stift,Bischöffe, Capitel, Stiftsmannschaft undStädte, ehe man den Zusatz von Land gebrauchte;und es liegt allerdings daran , die eine Periode vonder andern zu unterscheiden.
Ohne mich jetzt darauf einzulassen, zu welcherZeit Bischöffe, Capitel, Stiftsmannschaft und Städtein ihrem allmählichen Fortgange entstanden sind, willich nur die Zeit des Uebergangs von dem einen Be-griff, und von dem einen Ausdruck zum ander» anzu-geben suchen, und dann etwas von der wahrschein-lichen Entstehung des Landraths sagen.
Wenn in den ältern Zeiten eine gemeine Ausgabevorfiel, welche Bischofs, Capitel, Sliftsmannschaftund Städte gemeinschaftlich tragen wollten oder muß-ten: so bewilligten sie, wie alle andre Gesellschaften,welche sich zn einer gemeinschaftlichen Absicht vereini-get