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Mann, ward durch seine Gemahlin Marie von Culmbach luthe-risch. Da Abendmahlsstreit zu Heidelberg ansprach, entließ er 'aus Melanchthons Rath die Strenggläubigen aus dem Amte,untersuchte dann selbst und ward calvinisch. Er ließ 1563den berühmten Heidelberger Katechismus anfertigen, und führteihn so gewaltsam ein, daß die Lutherischen sich beim Reichbeschwerten, und Friedrich manche Anfeindung selbst vom Kaisererfuhr. Sein Sohn Johann Casimir unterstützte oft mit seinenSchaaren die französischen Calvinisten. Im Jahr 1576 ererbtesein ältester Sohn Ludwig die Chur. An Otto Heinrichs Hofeerzogen, war er treu lutherisch, und sührte die Landeskirchewieder zu seinem Glauben. Doch ereignete sich manche harteAmtsentsetzung. Sonst Pflegte er liebevoll die Hochschule Hei-delbergs und war ein Wohlthäter des Landes, leider nur 7Jahre lang. Sein unmündiger Sohn, Friedrich IV., ward durchseinen Oheim und Vormund eifrig calvinisch und das Land gleich-falls. Daneben nahm in dem Hause eitle Ruhmsucht überhand.Er trachtete wie sein Großvater, den Calvinisten ein Uebergewichtin Deutschland zu verschaffen, um dann an ihrer Spitze zuglänzen. Es gelang ihm, Sachsen aus der evangelischen Füh-rerschaft zu verdrängen, zumal als er 1608 die Union schloß,und mit Heinrich iv. und mit England sich verbündete. Erstarb zu früh für seine undeutschen Absichten 1610. Alleinsein Sohn Friedrich V. förderte sie weiter und sich zum Ver-derben. So ergaben verwandte Fürsten, in Baiern sich denJesuiten, in der Pfalz sich den Calvinischen, und scheinbar ver-schieden, pflegten doch beide damit nur den Rationalisinus.Friedrich V. stand nun neben Maximilian I., beide verwandtund doch so schwer verfeindet. Hätten den jungen hochfahren-den und doch leichtfertigen Friedrich nicht die Calvinischen, ihreMacht auszudehnen, verleitet und unterstützt, in dem Trachtennach Herrschaft in Deutschland, diese durch die KönigskroneBöhmens zu erringen, der dreißigjährige Krieg wäre nicht aus-gebrochen. Und hinwieder, hätten die Jesuiten Maximiliannicht verlockt und bestrickt in Abneigung gegen die Protestanten,weil im Frieden der Herzog besonnen und für das Landes-wohl thätig, noch später 1627 bezeugt dies seine Gesetzsamm-lung, sich ihren Banden entwunden haben würde, aber un