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Umriß einer christlichen Weltgeschichte / von Friedrich von Maltzan
Entstehung
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Pfalz benannt. Philipp und Albrecht, die Gegner, starben indemselben Jahre 1508. so daß in Pfalz wie in Baiern neueHerrscher die Reformationszeit beschritten.

Die 3 Landesherren Baierns in nächster Zeit. Wilhelm IV.bis 1550, sein Sohn Albrecht v. bis 1579 und Wilhelm V.bis 1595 waren fromm und somit friedfertig und auf dasLandeswohl bedächtig, hielten aber sorgsam, ja hart aus dierömische Lehre. Als bald nach ihrem Entstehen die Jesuitenschon unter Wilhelm IV. nach Jngolstadt kamen, ward schnellihr Einfluß herrschend, daß sogar der sanfte Wilhelm v. 1586zu schrecklichen Ketzergerichten schritt. Die Jesuiten setzten sichrecht fest durch eine Fürstenerziehung zur Frömmigkeit, in äu-ßern Prachtwerken sich kundgebend und in einschmeichelnd weich-lichen Sinnengenuß der Künste, die endlich Wilhelm V. mitseiner Gemahlin veranlaßte, sich in seinem Pallaste stillen Ue-bungen hinzugeben, noch 29 Jahre lang, nachdem er seinemSohne Maximilian die Herrschaft überantwortet. In der Pfalzfolgte Friedrich der Friedfertige bis 1544. Es hieß, mit ihmsei der Friede in Deutschland begraben. Er blieb römisch,duldete aber die Reformatton, wo sie ohne Gewalt sich ver-breitete. Die Gewalt des Bauernkriegs bändigte er siegreich,doch nicht grausam. Nach dem Kinderlosen kanr sein BruderFriedrich II. der Weise, der schon in der Oberpfalz geherrschtund dort reformirt hatte, jetzt in alle seine Länder das Luther-thum einführte. Sein Nachfolger war 1556 des dritten BruderRuprechts Sohn, Otto Heinrich der Großmüthige, doch nur für3 Jahre. Diese kurze Zeit war ein Segen für die Pfalz.Heidelbergs Hochschule blühte evangelisch nun aus, bereichertdurch großen Bücherankauf. Die Reformation ward im Landevollendet, und durch eine der besten Kirchenordnungen gekräftigt.Otto Heinrich starb ohne Erben, und so ging dieser Fürsten-zweig in besonderer Milde aus dem Leben. Das Haus Psalz-Simmern, von Kaiser Ruprechts Sohn Stephan herstammend,bisher im Besitz von Simmern und Zweibrücken, brachte einenandern Geist in die Herrschaft der Chur. Ueberrheinisch, dochaus dem rauheren Hunsrück, Frankreich nahe, war jener ersteBesitz geeignet, calvinische Ansicht und französische Ruhmsuchtzu nähren. Friedrich m., nunmehr Churfürst, ein fester, tapferer