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Herrschaften wie die Eberhards des Durchlauchtigen, fast60 Jahre bis 1325 hin, dem Einige die Kaiserkrone nachAlbrechts Tode zudachten, und die seines Sohnes Ludwig,der friedlich, in 18 Jahren ungemeine Summen auf Ankaufvon Gebiet verwandte, und weiter dessen Sohnes Eberharddes Trainers (Zänkers), der nahe an 50 Jahre bis 1392erwarb, und besonders gegen die Reichsstädte focht, derenLandvoigt er war, und die seinem Bedrücken und seinerwachsenden Uebermacht trotzten, daß er bei Schorndorf 1360und noch bei Reutlingen 1377 kaum gänzlicher Vernichtungentging, letztlich aber bei Döffingen 1388 glorreich siegte;solche Herrschaften brachten das Land Würtemberg zusammen.
Durch Heirathen ward Würtemberg nicht groß wie andereFürstengeschlechter, denn das Ländchen Mömpelgard über demRhein an Frankreichs Grenze, welches Eberhard der jüngere1397 mit der Gemahlin erwarb, lag zu abgetrennt und bliebein fremder Landestheil. Das stille Anwachsen Würtembergsschien mit dem Grainer vorüber, Vormundschaften schwächten,gutmüthige aber unkrästige Herrn benachtheiligten; mit Eber-hard des jüngeren Söhnen Ludwig und Ulrich trat dann1442 die erste Landestheilung ein, und endlich verlor Ulrich1462 in der bekannten Schlacht ohnweit Heidelberg mitseiner Gefangenschaft an Friedrich den Sieghaften von derPfalz beträchtliches Gebiet. Doch es rettete Eberhard derBärtige, Ludwigs Sohn, Würtemberg. Früh verwaiset, wuchser als Wüstling aus, kehrte aber bald in sich auf einer Reisenach Palästina im 23sten Jahre und veredelte sich an derSeite seiner trefflichen Gemahlin, daß er einer der herrlichstenMänner seines Stammes war in Weisheit, die alle, selbstKaiser Max, erkannten, und in Macht, die er durch den Ver-trag zu Münsingen mit seinen Vettern 1482 stärkte. DasRecht der Erstgeburt und die Untheilbarkeit des Landes wurdenhier Hausgesetz, und als 1495 Kaiser Max voll Achtung fürden hochangesehenen Grafen Eberhard auf dem Reichstage zuWorms Würtemberg in ein Herzogthum umwandelte, wurdedadurch der Münsinger Vertrag verfestet, das Land vor un-glücklichen Theilungen gesichert und die Hoffnung des zu ver-einigenden Schwabenvolkes zeigte sich heller, nachdem auch für