56 I. Per. I. Th. Gesch. d. südl. Eur. Staatensyst.
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iz. Der Schauplatz dieses Krieges war zwarwiederum vorzugsweise, aber doch nicht ausschlie-ßend, Italien. Die Wegnahme SavoyenS undPiemontS durch Franz verhinderte Carl nicht ei-nen Einsall in das südliche Frankreich zu machen,den aber Franz durch seine klugen Maaßregeln ver-eitelte. Weder der nachfolgende Kampf in Pie-mont, noch in der Picardie waren entscheidend;allein daß furchtbare Vordringen Soliman's in Un-garn beschleunigte den, durch Paul III. vermittel-ten, Waffenstillstand zu Nizza; jedoch ohneVorwiffen und Theilnahme Soliman's.
Die Eroberung Savoyens 1535 (als eben Carl als Sie-ger'von Tunis zurückkam) mußte den Kayser doppelt er-bittern, da dessen Herzog Carl m. sein Schwager undVerbündeter war. — Tod von Franz Sforza, letztemHerzog aus diesem Hause, 24. Oct. 1535, wodurch alsoMailand wieder eröffnetes Reichslehen ward, das Franz fürseinen Solm, den Herzog Orleans, verlangte. Einfall desKaysers in Provence, Aug. 1536, durchs den Defensiv»Krieg unter Franz und Montmorency vereitelt. — EinfallSoliman's in Ungarn und Sieg bey Essek 1537, wahrendseine Flotte die Küsten Italiens plündert. — Zusammen-kunft des Kaysers, des Königs und des Pabstes, beyNizza, und Abschluß eines 10jährigen Waffenstill-standes den L8. Iun. IZZ8. Bedingungen: Jeder behalt,was er hat; (Franz fast ganz Piemont und Savoyen;)und die beyderseitigen Ansprüche soll der Pabst weiter un-tersuchen. — Also auch die Belehnuug mit Mayland bliebnoch unentschieden, wenn auch dem König für seinen jüng-sten Sohn einige Hoffnung dazu erregt war.
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