L.i.RLv.zw.Frankr.u.Spaii. 1513-1556. 57
14. Kein Wunder also, wenn trotz der an-scheinenden Vertraulichkeit beyder Monarchen der zehn-jährige Stillstand doch nur ein vierjähriger ward.
Der eigentliche Zunder glimmte fort; und der Haßwurde noch bitterer durch die Art, wie Franz,,lange hingehalten, doch endlich sich in seinenErwartungen getäuscht sah. Seine Verbindungenindeß sowohl mit England als mit der Pfortewaren aufgelöset; . und Carl von seiner Seitewar sowohl durch die Religionshändel (s. unten)als die Türkenkriege genug beschäftigt, um einigeJahre einen Stillstand zu behaupten, wozu ihnohnedem seine Finanzen nöthigten.
Die Streitigkeiten mir den Türken betrafen i. Ungarn.Zufolge des Vergleichs zwischen Ferdinand und dem kin-derlosen Johann von Zapolya, 24. Febr. 1538, sollte er»sterer von letzterem seine Halste von Ungarn ererben.
Allein wenige Tage vor seinem Tode (27. Jul. 1540) er-hielt Zapolya noch einen Sohn, den er zum Erben ernann-te; dessen sich Soliman als Schutzherr annahm, und, nacheinem Siege über die Deutschen, der Hauptstadt Ofen und fastganz Ungarns bemächtigte. 2. Die Afrikanischen Raubstaa-ten, besonders Algier. Zweyter Afrikanischer Augdes Kaysers 1541, durch einen furchtbaren Sturm kurznach der Landung gänzlich vereitelt.
15. Die verweigerte Belehnung mit May-land bringt den König zum Entschluß eines vier-^. 4 /
bis
ren Kriegs, den die Ermordung seiner Gesandten 1544in Mayland zum Ausbruch bringt. Er war von
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