64 !. Per. I. Th. Gesch. d. südl. Eur. Staatensyst.
s. Das Sächsische. Getheilt in die ältere Churfürst-liche oder Ernestiuische, und die jüngere herzogliche oderAlbertinische Linie. Die erste, unter Churfürst Friede-rich dem Weisen (fi 1525), besaß den Churkreis mitder Residenz Wittenberg; fast die ganze LandgrafschaftThüringen, und einige andere Stücke. Die zweyte, un-ter Herzog Georg ( 1 - 15ZY), dem Gegner von Luther,die Landgrafschaft Meisten, nebst etwas von Thüringen.
K. Das Brandenburgische. Die Churlinie unterChurfürst Joachim 1. 1535 ) besaß die Mark Bran-
denburg, (Cburmark und Neumark), und einige kleinereHerrschaften. Die Markgräfliche Linie in Franken theiltesich wieder in die von Culmbach und Anstach.
<-. Das Pfälzische; (oder die ältere WittelsbachischeLinie). Es theilte sich in die Churfürstliche Linie, unterLudewigV. (! 544 )' dem die Chur am Rhein ge-hörte, und die Simmersche, die wieder in die Simmerscheund Iweybrückische, und die letztere wieder in die vonAweybrück und von Veldenz zerfiel.
ä. Das Vayersche; (oder die jüngere WittelsbachiftbrLinie). Bayern war zwar, ungeachtet der izo8 eingeführ-ten Primogenitur-Ordnung, zwischen Herzog Wilhelm VI.(ch 1550) und dessen Bruder Ludewig getheilt; wurdeaber nach des letztem Tode 1545 wieder vereinigt; undblieb es seitdem.
v. Das Brauusch wergische; zerfiel damals in diezwey Hauptlinien: die (mittlere) Lüneburgische, die Lü-neburg'und Celle besaß; seit 1520 unter Herzog Ernst(Stammvater der beyden neuen Linien; ch 1546); mitden Nebenlinien Harburg und Gifhoru; und die (mitt-lere) Brannschweigische oder Wslfenbüttelsche; in zweyLinien getheilt, deren einer unter Herzog Heinrich demJüngern, dem Gegner der Reformation (ch 1568), Wol-fenbüttel, der andern, unter .Herzog Erich I. (-s 154°),Calenberg nebst Göttingen gehörte. Außerdem dauerte
noch