L. 2. Gesch. d. Reformation. 1517--1555. 81
19. Außer Deutschland war in den Nor-dischen Reichen (s. unten), so wie in dem grö-ßeren Theile der Schweiz und in Genf, dieneue Lehre bereits herrschend geworden; in Englandlag sie noch im Kampfe; in Frankreich und denNiederlanden, so wie in Böhmen, Ungarn undPolen, fand sie Eingang, ohne daß ihre künftigenFolgen sich noch berechnen ließen. Wo sie aberherrschend wurde, geschah es nicht ohne wichtigeModifikationen nicht nur in den Lehren, sondernauch in den äußern Formen der Kirche.
In England Trennung vom Römischen Stuhl, abernicht von der alten Lehre, unter Heinrich viri.; derSupremat der Kirche wird durch eine Parlamentsacteim Nov. lZ34 auf den König übertragen. Unter Edu-ard Vr. 1547 — 1553 Einführung der protestantischen Leh-re, jedoch mit Beybehaltung der bischöflichen Hie-rarchie, als vom König abhängig. Die Wiederherstel-lung der päbstlichen Herrschaft unter Maria 155z—1558, ward bald durch Elisabeth vereitelt.
In Schottland Verbreitung der reformirten Lehre,schon seit 1525, besonders nachmals durch 2 oh. Knor,den Schüler Calvin's; aber noch im Kampfe mit -er Re-gierung und der Römischen Hierarchie.
Leben des Schottischen Reformators Johann Knor,mit einem Abrisse der Schottischen Neformationsgeschichtevon S- Thomas M'Crie übersetzt und in Auszug ge-bracht von v. I. S. Plank. 1817.
In der Schweiz Entstehung der Reformation, unab-hängig von Luther, schon 1518 durch Zwingli (-j- n.Oct.i 53 l bey Cappel im Treffen gegen die Katholiken,) in §ü«
§ rich.