Buch 
Handbuch der Geschichte des Europäischen Staatensystems und seiner Colonien : von seiner Bildung seit der Entdeckung beyder Indien bis zu seiner Widerherstellung, nach dem Fall des Französichen Kayserthrons / Von A.H.L. Heeren
Entstehung
JPEG-Download
 

86 I.Per. l. Th. Gesch. d. südl. Eur. Staateiisyst.

ßere und festere Zwecke, die man verfolgte; es wa-ren edlere Motive, die dazu trieben; es leitetensie, wenn auch nicht schlauere Köpfe als vorher.Loch größere Characrere. Der Einfluß derTheologen, bey den Protestanten fast noch größerals bey den Catholiken, war oft ein Uebel; alleinnie trug er damals dazu bey, daö Kriegöfeueranzublasen; öfter aber die schon auflodernde Flam-me zu dämpfen.

22. Die Staatswirthfchaft machte, un-geachtet der größeren Bedürfnisse, doch keine we-sentliche Fortschritte. Neue Auflagen, nicht ohneWiderspruch der Stande, und kostbare Anleihen inden reichen Handelsstädten, blieben die Mittel jenezu stillen. Keiner der Fürsten, keiner ihrer Räthe^widmete ihr weitere Aufmerksamkeit, als geradeder Augenblick erforderte. Wie ließ sich auch der-gleichen erwarten, in einem Zeitpunkte, wo dieReligion die allgemeine Aufmerksamkeit auf sichzog? Aber die, jetzt aus Amerika nach Spanienströmenden Schätze befestigten den Wahn, daß derReichthum eines Landes von der.Masse seines Gol-des oder Silbers abhänge. Und doch ward Spa-nien nicht reich; und CarlV. blieb arm, wennderjenige so heißt, der fast immer weniger hat, alser braucht.