110 l. Per. l. Th. Gesch» d. südl. Eur. Staatensyst.
war — weit mehr in den Batavischen als denBelgischen Provinzen, einen großen Eingang ge-funden hatte. Nur der Wieder« usbruch desKrieges mit Frankreich, der Philipp'S Auf,enthalt in den Niederlanden verlängerte, erhieltwahrscheinlich hier die Ruhe; allein der Friedezu Chateau Cambresis, der ihn endigte, warauch der Vorbote des Sturms.
Bruch des Waffenstillstandes von Vancelles (s.oben S. 77.) auf Anstiften des Pabstes Paul kV., undErneuerung des Kriegs, (der durch die HereinziehungEnglands durch Philipp n. einen noch größer» Umfangerhielt;) aber fowobl in Italien als an den Grenzen derNiederlande meist unglücklich von Frankreich geführt. Nie-derlage der Franzosen bey St. Quentin ro. Aug. 1557;und Verlust dieser Festung. Dagegen Eroberung von Ca-lais durch den Herzog von Gnkse 8 . Jan. 1558. NeueNiederlage bey Grevelingen iz. Jul. 1553. Friede zuCbateau Cambresis 3. April 1559. WechselseitigeHerausgabe der eroberten Platze; (nur blieb Frankreichvors erste Calais;) zum großen Nachtheil von Frankreichdurch die Restitution des H. Em. Philibert von Savoyeü(Pbilipp's siegreichen Feldherrn); Doppelbeyrath desFranzösischen und des Spanischen und Savoyischen Hauses;und geheime Verabredung und Entwürfe zurAusrottung der Ketzerey, durch den Einfluß derGuise's in Frankreich und Granvella's in Spanien.
6. Laute Klagen der Niederländer noch vorPhilipp'S Abreise nach Spanien, theils über dieSpanischen Besaßungen, theils über dieStrafedicte (Placare) gegen die Keßer.
Aber
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