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Handbuch der Geschichte des Europäischen Staatensystems und seiner Colonien : von seiner Bildung seit der Entdeckung beyder Indien bis zu seiner Widerherstellung, nach dem Fall des Französichen Kayserthrons / Von A.H.L. Heeren
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rz 8 H)er. I. Th. Gesch. d. südl. Eur. Staatensyst.

Spitze der Armeen; und die Nation selber erlittdie Veränderung, der kein gewesenes Nomadenvolkentgeht; ohne daß deshalb eine plötzliche Schwächesogleich davon die Folge wäre. So gelangte Oest-reich durch langsame Fortschritte doch immer mehrZum völligen Besitz von Ungarn; allein das Ver-hältniß Siebenbürgens, das seinen eigenenFürsten haben wollte, wurde dagegen eine Quellevon Streitigkeiten; und noch größere ließ das Ein-dringen der neuen Lehre voraussehen, wennauch bereits 1606 ihren Bekennen: freyer Gottes-dienst eingeräumt ward.

Tod Soliman's n. während seines Feldzugs in Un-garn q. Sept. 1566. — Waffenstillstand auf 8 Jahre; wie-derholt verlängert bis izyz. Den Türken blieb noch im-mer ein großer Theil von Süd Ungarn. — Die großeNiederlage ihrer Flotte, nach der Eroberungvon Cyprus, durch die Venezianer und Spanier beyLepanto 7. Oct 1572. raubte ihnen auch das Ueberge»wicht zur See. — Erneuerung des Ungarschen KriegsI59Z--1606; die meisten festen Platze gehen an Oestreichüber; wiewohl in dem 20jährigen Waffenstillstände 1606.die Türken deren doch noch in Ungarn behalten.

19. Die Politik erscheint in diesem Zeitraumim Ganzen keineöweges in einer veredelten Gestalt;vom Fanatismus geleitet, erlaubte sie sich nur zuoft Alles, was dieser gut hieß. Wenn auch ein-zelne ausgezeichnete Menschen, wenn Heinrich,wenn Oranien und Elisabeth, sich über ihr Zeital-ter