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Aber weder König noch Volk und Kunstdichter versteheneinander. Denn eine babylonische Sprachverwirrung ist ein-getreten. Jeder sucht sein Steckenpferd vor dem Andern zu ver-bergen. Alle von dem Hauptgedanken beseelt, daß der Krieg gutzu Ende geführt werden müsse, gehen sie doch kalt an einandervorüber. Als einer der Schriftsteller sich für Friedrich in denTod stürzt, wird er von den Männern nur kalt*) bewundert!
Die Kunstdichtung macht fast in jeder ihrer Epochen wäh-rend des siebenjährigen Krieges einmal den Versuch, die Schrankendieses unnatürlichen Verhältnisses, namentlich nach dem Königehin, zu durchbrechen.
Wir beobachteten dieses eigenthümliche Schauspiel ungefährbis zu der Zeit, dch
Der König und die Kaiserin,
Des langen Haders müde,
Erweichten ihren harten SinnUnd machten endlich Friede.
Am Schlüsse dieses seltsamen Dramas fällt der Vorhangnicht, bevor der König (1780) durch die Schrift äs la littsratursAllomanäs, äos ästaut8 c>u'on psut lui rsproolisr, gusliss snsollt Iss 6UU868, st xar gusU MO/SI18 011 psut lö8 sorriZsr sich
in einem ausführlichen Monologe ausgesprochen hat. EineUntersuchung über dieselbe behalten wir einem eigenen Abschnittedieses Buches vor, dem die hier bereits gelegentlich entwickeltenAnsichten über die Stellung Friedrichs des Großen zur deutschenLiteratur als Grundlage dienen werden.
y Archenholz S. 260.