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Friedrich der Grosse und die deutsche Literatur : Mit Benutzung handschriftlicher Quellen / Von Heinrich Pröhle
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12. Und der Jacobi, den die DreheDer Göttinnen, die schön

Durch sanfte Sitten sind, mit ungesehner WeiheSich weihten, in Athen;

13. Und Heinse, der den WinkelmannenTrotz bietet, und zugleich

Den Minotauren und blutdürstigen Tyrannen;

An Muth, wie Crösus reich;

14. Und Müller, der die großen TodtenMit seiner Feder weckt,

Und alle Tugend steht an allen Patrioten,

Und keine Fehler deckt!

15. Und auch noch Der, der unter PalmenDie Söhne Prussia's

Uns sang, und still im Hain, wie singend seine PsalmenDer König David saß!

16. Jst's Cato-Carmer? der Gerechte?

Der gern der ganzen Welt

Recht und Gerechtigkeit und Frieden wiederbrächte?

Jst's MiÄendorf? der Held,

17. Der selbst sich hingestorben meinte,

Als unser Vater starb,

Und dadurch, daß snurs er Ihm sichtbare Thränen weinte,Sich unsre Lieb' erwarb?

18. Jst's Plato-Zedlitz? oder jenerWie heißt er? der, ein Greiß,

Vom Rosenalter an, was schön ist, und was schöner,

Wie Meil, und Rode weiß?

19. Und Darbes, welcher Engel maletWie Gott der Herr sie schuf;

Der Greiß, aus dessem Aug' ein Stern der Liebe strablet,Auf eines Gottes Ruf!