wegen, meist in übersichtlicher Kürze, die Geschichte der europäischenStaaten von 1648—1789, über deren Herbusgabe bis jetzt nochkeine Bestimmung getroffen ist, für deren Bearbeitung aber imNachlaß, insbesondere in ausgiebigen Vorarbeiten zur GeschichteFriedrichs des Großen, ein treffliches Material vorliegt.
Der Text, den ich hiemit der Oeffentlichkeit übergebe, istwesentlich auf dieselbe Weise entstanden, wie der der Revolutions-geschichte, welche im December vorigen Jahres erschienen und vonder deutschen Presse mit einstimmigem Beifall aufgenommenworden ist. Nur daß dieses Mal mein Heft noch ausschließlicherdie Grundlage der Darstellung bilden mußte, weil, trotz meineröffentlichen Aufforderung, auch nicht ein fremdes Manuskript anmich gelangt ist, und daß bei der großen Dürftigkeit des Nach-lasses von meiner Seite eine selbständige Heranziehung der ein-schlagenden Literatur in noch viel größerem Umfange eintretenmußte, als es dort nöthig war. Ausführlichere Bearbeitungen,die freilich nicht ganz unverändert aufgenommen werden konnten,lagen im Nachlaß nur für drei Abschnitte vor: für Philipp vonHessen, Moritz von Sachsen und die Geschichte des dreißigjährigenKrieges von 1632—1648, die in der Vorlesung allerdings nur ^sehr flüchtig behandelt worden waren. Davon abgesehen war ichfür alle übrigen Abschnitte, die an Vollständigkeit zu wünschen übrig
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Große geistige Bewegung gegen Ende des töten Jahrhunderts im Staate,in der Kirche, im gesellschaftlichen Leben, wie in der Literatur.
Die politischen Bewegungen im deutschen Reiche. Das Strebennach Reform der Verfassung. Die Reichstage von 1487—1489. Gründungdes schwäbischen Bundes. Der Reichstag zu Worms (1495). EwigerLandfrieden, Kammergericht, gemeiner Pfennig. Entwurf eines Reichsregi-ments und der Kreiöeintheilung.
Die Verhältnisse zur Kirche und in der Kirche, namentlich seit demAnfange des löten Jahrhunderts. (Das Papstthum unter Sixtus IV.p 1484, Jnnocenz VIII. 4 1492, Alexander VI. 4 1503, Pius III.4 1503, und Julius III- 4 1513).
Kämpfe unter den einzelnen Ständen; insbesondere Auflehnung derbedrückten Classen. Frühere Bewegungen schon im 14. Jahrhundert und inden Hussitenkriegen. Der Pfeifer von Nicklashausen (1476). VerwandteSymptome im Elsaß, in Schwaben und am Rhein.
Literarische Gegensätze des Mönchthums und des Humanismus.Der Streit zwischen Johann Reuchlin und den Cölner Dominicanern seit1509 und 1510. Die Lxistoine obseurormu virorum (1516).