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Ludwig Häusser's Geschichte des Zeitalters der Reformation : 1517-1648 / Herausgegeben von Wilhelm Oncken
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Seite
VII
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ließen, auf selbstständige Ergänzung aus den wichtigsten Quellen-werken und Bearbeitungen angewiesen. Solche Ergänzungen sindsehr zahlreich eingestreut worden, um Charakteristiken, Schilde-rungen, Erzählungen durch besonders kennzeichnende Einzelzüge zuvervollständigen, die den Andeutungen des Textes als urkundlicheBelege dienen konnten und die ich nur in den wichtigsten Fällendurch eingeklammerte Anmerkungen unter dem Text als solche kenntlichgemacht habe. Abgesehen von sehr häufigen sachlichen Einschal-tungen, die ich nicht näher bezeichnen konnte, rühren bei Weitemdie meisten der im Text durch " eingeschlossenen Anführungengrößeren oder geringeren Umfangs von mir her und der Leserwird sich hoffentlich überzeugen, daß ich dabei mit Methode undohne irgend welche Schädigung der Originalsarbe des Vertragsverfahren bin. Selbstverständlich handelt es sich dabei niemalsum Urtheile oder Ansichten fremder Historiker, sondern stets umurkundliche Zeugnisse aus der Zeit selber, der die Ereignisse undPersonen angehören. Im Ganzen wie im Einzelnen ist nachdieser Seite nichts Anderes bezweckt worden, als was Häusserselber sich zur Aufgabe gemacht haben würde, wenn er in derLage gewesen wäre, nach seinen Vortrügen einen Text zum Druckauszuarbeiten.

Eine ähnliche Bemerkung muß ich über den Stil machen,über den ich in der Vorrede zur Geschichte der Revolution Nichtsgesagt hatte. Ich nehme das Prädikat einerwortgetreuen Wie-dergabe" auch für diese Veröffentlichung in Anspruch. MeinVerfahren war hier genau dasselbe wie dort, und daß ich damitdas Richtige getroffen, das haben mir ehemalige Zuhörer Häus-ser's, wie der Recensent in Nr. 12ö der Augsb. Allg. Zeitungund Pros. Kluckhon im Juniheft der Preußischen Jahrbücherausdrücklich bezeugt, von den zahlreichen mündlichen Versicherungen,die mir hier am Orte von Seiten langjähriger Zuhörer Häus-ser's ohne irgend welche Einschränkung in demselben Sinne zuTheil geworden sind, gar nicht zu reden. Gleichwohl- muß ichJeden, der noch nicht selber eine ähnliche Arbeit unternommen hat,auf den außerordentlichen Unterschied aufmerksam machen, derzwischen denselben Worten besteht, wenn sie das eine Mal gehört,