Briefe der Elisabeth Charlotte von Orlsans. 21
des armen Menschen sein Tod sein wird; denn er wird sich un-erhört zu Herzen ziehen. Er dauert mich recht; denn es istallebenwohl ein gutes Blut. Ich bin gewiß, daß es Euch auchleid um ihn ist. Wie ich die Zeitung gehört habe, habe ichgleich an Euch gedacht; denn es ist ihm eben gegangen, als wieIhr als sagt, daß wenn man schon einem Herrn lange Jahrewohl und treu gedient hat und daß man nun meint, daß manam besten dran ist, dann muß einem nur ein ungeduldig Wortentfahren, um in Unglück zu kommen und weggejagt zu werden,ohne daß man sich der vergangenen Dienste erinnert. Noch eineZeitung will ich Euch erzählen, so Euch verwundern wird. Ver-gangenen Dienstag hielt Mr. Legrand und Mr. de Vendomeein Wettrennen. Der Duc de Grammont parierte für Mr. deVendome, und Mr. Legrand seine zwei Bruder und noch vielandre parierten für Mr. Legrand. Wir waren alle dabei. Mr.Legrand sein Pferd rannte Lavallse und Mr. de Vendome Pferdein englischer Lakai von Marschall de Bellefonds, welcher auchfür das Pferd parierte. Mr. Legrand gewann. Damit setztenwir andern uns in Kutsche und fuhren wieder herauf, Mr. leDauphin aber blieb jenseits der Brücke, um spazieren zu reiten.Indem wir wegfahren, fängt der Duc de Vendome mit Lavallsean zu zanken. Chevalier de Lorraine, der dabei stand, sagte halbin Lacherei: ,,Iions xarions toiojoiars oootrs äss ASUS gain'ollt xoillt ä'argsnt?' Der Tue de Grammont fängt an zumurmeln. Mr. Legrand, der dabei stand, sagt zum Duc deGrammont: gut su S,V 03 vons? Filous norm OH st lais-
sons tinir I» gasrslls äs Nr. äs Vsoäoins st Imvsllss!"Der Duc de Grammont tritt zu Mr. Legrand, hält ihm dieJaust unterm Gesicht und sagt: „Nort ä., s'sst ä voas gus,i'sn vsux st 11 n loogtsioxs gas f'sv ebsrobs l'oosasion."Mr. Legrand, nicht faul, hebt die Hand auf und gibt dem an-dern eine Dachtel, daß ihm die Perücke vom Kopf abfährt. Zuallem Glück hatte keiner von beiden ihre Degen an, denn siehatten sie abgelegt, um desto besser den Wettrennern nachzufolgen.In dem Augenblick aber kommen jeder Freunde und offerierenDegen an. Andre aber, als Mr. de Marsillac, Chevalier deLorraine, kommen und werfen sich dazwischen, um alles einzu-halten. In dem Augenblick kommt ein sou^sr vom Duc deGrammont, der zieht den Degen aus und auf den Chev. de