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Briefe der Elisabeth Charlotte von Orléans 1673 bis 1715 / Ausgewählt, mit Einleitung und Anmerkungen versehen von Ludwig Geiger
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Briefe der Elisabeth Charlotte von Orlsans. 23

zählt; da hat der König gleich einen sxsmxt hingeschickt (Ihrkennt ihn wohl, er heißt des Fourneaux und hat bei der Köni-gin von Spanien zu Fontainebleau aufgewartet). Den andernTag ist Mr. le duc de Venladour selber nach Hof kommen,um sich beim König zu entschuldigen, und das Ende vom Liedeist, daß man sie beide von einander scheiden wird; die armeDoudou aber muß für ihr oder sein Leben in ein Kloster, wosie aber doch mit ihrer Mutter und ältesten Schwester etliche-mal wird heraus dürfen. Er gibt ihr 12 Tausend (ich weißnicht ob es Thaler oder Franken sind) zu ihrem Unterhalt undnach seines Onkels Tod 16 Tausend. Das ist Doudou ihreganze Historie. Es ist mir recht leid um sie, wie Ihr wohldenken könnt. Es ist auch wohl einmal Zeit, daß ich diese langeEpistel aufhöre. Ich habe sie nicht eher endigen wollen, weil ichpersuadiert bin, daß Ihr froh sein werdet zu vernehmen, wasNeues hier vorgeht, nun Ihr diesen Hof so wohl kennt, wie auchso glaube ich, daß Euch Eure großen Geschäfte zu Mannheimnicht verhindern werden, einen so großen Brief zu lesen. WennIhr mir wieder schreibt, so sagt mir doch, ob Olimpe nicht Ur-sache hat salouss zu sein, indem alte Liebe sich wieder erneuertoder nicht! Ich glaube, daß Ihr mich wohl versteht, ohne daßich es weiter auslege. Ich möchte auch gerne wissen, warumBase Amelie mir nicht auf den Bries antwortet, den Ihr ihrmitgebracht habt. Sagt Ihr von meinetwegen, daß ich sie frage,wie es kommt, daß sie meiner so gar vergißt und daß ich nichts

von ihr höre! Die Wolzogin grüßt von meinetwegen und sagt

ihr, daß ich ihr bald schreiben will und daß ich gar kontent vonihr bin, daß sie ein braves Mädel ist, so fleißig an mich zuschreiben! Grüßt Coppestein auch von meinetwegen und gebtihm Part von den Zeitungen, die ich Euch schreibe, welche erauch wohl gern wissen möchte, weil er die Leute alle kennt, so-wohl als Ihr und ich.

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