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Briefe der Elisabeth Charlotte von Orléans 1673 bis 1715 / Ausgewählt, mit Einleitung und Anmerkungen versehen von Ludwig Geiger
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Briefe der Elisabeth Charlotte von Orlsans. 49

einen großen Dienst, alles unter ihre Gewalt zu bringen; die amallererträglichsten sind, in meinem Sinn, sind die, so sehr verliebtgewesen sind, denn die, wenn sie einmal Gott sür Objekt nehmen,denken sie an nichts andern als an unsren Herrgott tsnärsnisutzu reden und lassen alle andre Menschen in Ruhe.

An die Kurfürstin Sophie.

(11) Versailles, 21. Aug. 1695..... Von Arg-aäsui- hielte ich wohl viel, wenn man

alles dabei hätte, als nämlich Gold die Menge, magnifique zusein, Gutes thun können und abstrafen; aber nur den Namenvon der Keauäsur zu haben, ohne Geld, das Nötigste Mangelzu haben und nur gezwungen sein, und keine Societät haben zukönnen, das kommt mir blutabgeschmackt vor, wenn ich die Wahr-heit bekennen soll, und halte gar nichts davon und ästimiere mehreinen Stand, worin man sich mit guten Freunden kann lustigmachen ohne erudai-ras äs Zrauäsur und mit dem Seinigen thun,was man will.

An die Raugräfin Louise.

(12) St. Cloud, 17. Sept. 1695.Herzliebe Louise, ob wir zwar heute ein solch Gethuns hier

gehabt, daß mir der Kopf schier duselich darüber ist, so will ichdoch noch auf Euren lieben Brief vom 27. August 6. September,so ich diesen Nachmittag empfangen, antworten; denn wer weiß,was uns morgen sür Hindernisse noch vorfallen können. Ehe ichaber antworte, will ich Euch doch erzählen, was wir hier gehabthaben, seit ich Euer Schreiben empfangen. Erstlich so ist einSchwärm Tuchessen hergekommen, weil ich eine Audienz an dievenetianische Ambassadrice heute geben müssen; hernach war dieAudienz, so all ziemlich lange gewährt, denn es geht mit Gra-vität und Zeremonien her; hernach wie dies aus war, ist Mons.1s äsuxbia mit der Prinzeß de Conti hergekommen, wie die wegwaren, ist Mad. 1a äucdssss de Brachane gekommen Abschied zunehmen, denn sie geht nach Rom; hernach ist die gute Frau vonKlerck in mein Kabinett gekommen; diese war nicht so bald weg,so kam der Surintendant von mein Haus, wegen ein Affaire mitmir zu sprechen, Summa alle Augenblick diesen ganzen Tag durchbin ich interrompiert worden. Gott gebe, daß ich jetzt doch ein-S4 4