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Der Geschichten schweizerischer Eidgenossenschaft Erstes [bis Sechstes] Buch / Durch Johannes Müller
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119
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Geschichte der Schweiz. 119

wegen dem Zusammenfluß und Aufenthalt vieler Aus-länder '"), wegen der Muße die der Wolstand gab,und wegen der Gewohnheit freundschaftlichen Umgan-ges. Der Name des Rathsherrn Rüger Ma-

neffe, des Freundes aller Geringen und Großen,welche das gute und schöne liebten hat mit billi-gem Ruhm die Menge des Adels und alle Rotten hepgewöhnlichen Vorsteher überlebt: In seinem Hauseund auf Manegk feiner Burg , hatten die Min-nesinger in Vertraulichkeit manchen schönen glückseli-gen Tag unter einander. Er hinterließ eine Samm- .lung ausgewählter Verse von mehr als hundert undvierzig Verfassern deren Gesang seit Heinrichvon Veldegk '"), und Walthern von der Vogel-weide "*) mit hohen Ehren die Höfe erfreut, oder dieBurghalden im ländlichen Thurgau und im Oberlandhöhere Berge als der alte Parnassus zu anmuthigen

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>17) Handelfchaft, Freundschaft, weil Zürich mittenunter zahlreichem Adel die vornehmste Stadt war,und auch Geachteten Burgfrieden gab; diese Ursachenbrachten so viele dahin.

118) Rüdiger ist Roger, ku^xiero, und wird oft ab-gekürzt Rüger.

>19) Nur den Bischof Heinrich von.Klingenberg undAlbrecht seinen Bruder will ich nennen; Proben deralten scbwäb. Poesie, Zürich 1748-»so) Er hatte sie von Eschenbach gekauft; s. Tscbudi,

»ZO4.

>21) Diese Sammlung (aus welcher die proben, Iky,auch sind) hat Bodmer, zu so vielen und großendie er hatte, sich das Verdienst gemacht heraus zugeben.

isr) Seine LiriA hqt Herr Müller in Berlin 178zdrucken lassen; s. in den gättingiscben Anzeigen vondiesem Buch ausführlichem Bericht. Veldek ist von»Ende des zwölften Iahrhundertes.

12z) Veldeks, kaum etwas jüngerer, Zeitgenosse, imobern Thurgau geboren.