Geschichte der Schweiz. 155
Muhleren, Venners; mit Peter von Kratigen undJohannes Neukom, Kriegörathen und mit Burkardvon Bennwyl, Kastvogt von Rigisberg , Werk-meister der Stadt Bern. Sie zogen in die StadtLaupen zu Antonius von Blankenburg, entschlossen,wie es ihre Pflicht war, in diesem Ort auszuhalten,bis auf den lehren Tropfen Blut. Es war nicht nurum die Vogtey Laupen zu thun, sondern daß demVolk der Muth nicht falle.
Indessen ergiengen die Fehden; die Berner tra-ten in keine fernere Unterhandlung, sie sandten ihrenHarst vor Aarberg. Bey einem Volk (wie bey einemjeden Mann), wenn über die äußerste Gefahr derEntschluß einmql genommen ist, findet Furcht nichtmehr Platz; der Geist ist voll der herzhaften Ueberle-gungen, und steht nichts vor als den Sieg, oder ei-nen ruhmwürdigen Tod ^). Auf die Nachricht aber,daß die Feinde alle Macht eiligst sammeln und aufLgupen ziehen, verließ das Volk Aarherg, um hin-auf nach Bern zu eilen,
ES
z6) Eigentlich ist erst von iZ4v der Kaufbrief dieserRasrvogtey, welche Nicolaus von Esche ihm über-giebt. Ueber deren Rechte sind 1. Urkunde Rudolfsvon Rümligen, lZiZ, als derf. sie hatte; daß er dieVogtleute nicht mehr wolle in Kriegsdienste nöthigen;2. Spruch Phil. von Rien, Bercht. von Rümligenund Ulr. von Eisenstein, «gZO, wie viel Esche daselbstfodern möge; Z. Kundschaft über die Rechte « Z4Z.Die Rechte sind: Bkuchann, Bußen, Wirthenrecht,Fuhren, Hirten-, Bannwart-, Amman--und Webel-sakung, Reisen, Maulgut, Wildbahn, Weidgang,Fall, Ehrschatz, und geringere. Die Kastvögte sind1. Rümligen; 2. von Ulm, qus Freybnrg, «526;z. Esche ,z;o; 4. Benywyl lZ4v; 5. Krauchthgl^tZ54; 6. Erlach, t4?b.
Z7) OoUborgtA myste korpcior,