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Der Geschichten schweizerischer Eidgenossenschaft Erstes [bis Sechstes] Buch / Durch Johannes Müller
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160
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,6o H. Buch. z. Capitel.

Gute Ordnung ist ein sicheres Mittel in Schlachtenzu siegen. Denn gleichwie die Menge nicht hilftgegen geschickte Anordnung, so hilft ohne Ordnungdie Tapferheit nichts. Ihr von den Handwerken,die ihr oft nicht gern gehorcht ihr seyd freyeMänner, und frey werdet ihr bleiben, aber wennihr zu gehorchen wißt wem ihr sollt. Ich fürchteden Feind nicht; mit Gott und euch will ich denStreit bestehen; wir wollen ihn ausführen, wie zur Zeit meines Vaters. Aber ich will nicht euer Feld,hauprmann werden ohne volle Gewalt.^ Als dieGemeine der Bürger von Bern dieses hörte, that sieden alten Römern gleich; alsobald hob jeder die Handauf und schwur ben Gott und bey den Heiligen, inallen Dingen dem Ritter von Erlach ohne allen Wi-derspruch zu gehorchen, bey Leib und Leben.

In Laupen hielt Bubenberg nebst Blankenburg,hart genöthet, unerschütterlich aus; manchen Sturmschlugen sie ab; vergeblich wurden sie aufgefodert,vergeblich die Maur erschüttert mit Böcken und Büf-feln *'), untergraben durch die Arbeiter unter denKahen, und aus den Blyden mit gewaltigen Stei-nen unaufhörlich beschossen. Doch da sie ganz um-wallet waren, mochte bey Verzug der Hülfe ihrSpeisevorrakh erschöpft werden. Indessen die StadtBern auf das fleißigste waffnete, aus den Landgerich-ten die Ausbürger sich sammelten, vom unternSibenthal und aus allen Gegenden der Mark

Weis-

48 ) Es ist schwer zu sagen, durch welche Fügung derUmstände die Handwerker auch zu Bern (wie zu Zu«rich >zz6, zu Mühlhausen 1Z47 und in so vielenandern Städten) sich selbst allein, wo nicht ihre Mit-bürger, zu richten sich vermaßen.

49) Der Alten WiOder.

zv) Wurfmaschincn, catapultae. Die 6!oÜ2ri» sindüber solche Artikel meist gar zu mangelhaft.