Die Revolution und das monarchische Ausland.
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neu machen wollen, hatte den Staat förmlich umgestülpt, sich dannin große Kriege gestürzt, während ihm der Boden allerwärts un-ter den Füßen wankte. Vielleicht schlugen ihm bald die Wogenüber dem Kopf zusammen, und zu dem Allem kam jetzt der drohendeKrieg mit Preußen.
Da starb er im Februar 1790, und wie bedeutungsvoll undWirkungsreich auch sein Leben für diesen Staat gewesen war undnoch hätte werden können, augenblicklich lag die Monarchie in einerVerwicklung, aus der nur sein Tod der österreichischen Politik einennicht allzu unehrenhaften Rückzug ermöglichte.
Was der Kaiser selbst nicht mehr konnte, das konnte seinNachfolger eher, um die Crisis zu beschwören.
Leopold II., sein Bruder, Großherzog von Toscana, folgteihm. Er kam aus einem Staat, der an Bildung und humanerGesetzgebung den übrigen italienischen Sraaten ein gutes Stückvoraus war, war ein feiner Kopf, ein geschmeidiger Charakter, vollScharfsinn und Kenntniß der Menschen und Verhältnisse; war freivon dem doktrinären Trotz seines Bruders, ein verschlagener Ita-liener, erfüllt von dem Geiste der florentinischen Diplomatie.
Er begann mit Zugeständnissen nach Innen und nach Außen.Er verständigte sich mit den Belgiern, gab dem Adel und Clerusin Aeußerlichkeiten nach, suchte die Ungarn zu beruhigen und vorAllem in der auswärtigen Verwicklung ein anständiges Einlenkenzu vermitteln.
Es erfolgen die ersten Annäherungen an Preußen. WährendJoseph II. auf die erste preußische Beschwerde trotzige Antwortengeschickt hatte, kamen jetzt geschmeidige, nachgiebig klingende Schrei-ben an Friedrich Wilhelm II., der für Annäherungen dieser Artso empfänglich war.
Im Sommer 1790 fanden in Reichenbach die Verhand-lungen statt, welche zwischen Preußen und Oesterreich den Friedenherstellten; aber nicht der Plan Hertzbergs wurde zu Grunde ge-legt, für den Friedrich Wilhelm II. anfangs großen Feuereiferbewiesen, sondern der Status «zuo, zu dem sich der König inletzter Stunde bequemte, weil er sich überredete, das sei groß-müthig.
Der erste große Sieg österreichischer Diplomatie über denStaat Friedrichs des Großen war erfochten, mit Hilfe freilich