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Vierter Abschnitt. §. 13.
ihnen, im Augenblick wo Unruhen entstehen, von seinem Wohn-ort zu entfernen.
Die Widersetzlichen sollen festgesetzt werden, jedoch nicht überein Jahr. Jeder aber, der eines offenen Ungehorsams gegen Ge-setz und Behörden überführt ist, wird mit zwei Jahren Gefängniß(äetention) bestraft."
Schon hier mußte es. zum Bruche kommen zwischen demKönig und der Versammlung. Der Erstere mußte sein Veto ge-brauchen und er wollte es, entschlossen wie er war, eher abzu-danken, als den Geistlichen, die er als Märtyrer betrachtete, ihreneinzigen Schutz zu entziehen.
So erfolgte die Ablehnung des Dekrets mit der verfassungs-mäßigen Formel: „der König wird prüfen" roi exumineru)und obwohl das in einem Augenblicke geschah, wo Alles von dergroßen auswärtigen Frage beherrscht war, konnte damit der Kriegals erklärt gelten. Auf beiden Seiten schürte sich der Haß.
Im Schlosse sagte man sich: mit dieser Versammlung ist keinFrieden möglich, und in der Versammlung sagte mau: im Schlossenährt man den Aufruhr. Der Zwiespalt ward bald unheilbar.
Gleich peinlich war die Frage des Verhältnisses zu denEmigranten.
Nach dem Bastillesturm war zuerst ein Theil des alten Hof-adels, die verbissensten Anhänger der alten Ordnung, die Urheberdes mißlungenen Staatsstreichs vom 11. Juli, die Artois, Polignac,Conds, Breteuil geflohen. Das war damals für die Sache dieserMänner ein politischer Fehler, denn die Gefahr, von der manträumte, war noch nicht vorhanden, und wurde jetzt zu einer nieversiegenden Quelle von Verlegenheiten und Verwicklungen fürden König.
Je verworrener die Dinge in Frankreich wurden, desto zahl-reicher sammelten sich die Flüchtlinge, die im Schutz des Auslandesauf bessere Tage warten wollten. Die Wiederkehr freilich der Zeit,wo der hohe Adel verlangen durfte, von seinen Gläubigern nicht' belästigt zu werden und das Recht beanspruchte, im Theater vonden ersten Logen herunter der Canaille im Parterre auf den Kopfzu speien, ließ lange auf sich warten und kam schließlich gar nicht.
Im Ausland trieben die ungeduldigen Emigranten Dinge, diewie dazu gemacht waren, einerseits zu Hause die feindselige Stim-