Dir Gironde und der Krieg.
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Das war das beste Mittel, alle Parteien unter einer Fahnezu sammeln. Die Girondisten ließen es sich nicht entgehen.
Auf Gnadet's Antrag wurde am 14. Januar beschlossen: DieNationalversammlung erklärt Jeden für ehrlos, für einen Ver-räther am Baterland und schuldig des Hochverraths an der Nation,der, sei es als Agent der vollziehenden Gewalt, sei es als einfacherFranzose, irgend einen Antheil nehmen sollte an einem Eongrcß,dessen Zweck wäre, die französische Verfassung zu verändern, eineVermittlung zwischen der französischen Nation und den gegen sieverschworenen Rebellen und eine Auseinandersetzung mit den Fürstenim Elsaß zu veranlassen.
Von Begeisterung fortgerissen, erhebt sich die Versammlungund schwört: Verfassung oder Tod.
Die beschlossene Erklärung wird sogleich dem König Ver-bracht und dieser eingeladen, sie unverzüglich allen Mächten mit demBeifügen bekannt zu geben, daß Frankreich jeden europäischen Für-sten als seinen Feind ansehen werde, der gegen die französischeVerfassung auch nur eine Hand rühren würde.
Die Erklärung des Kaisers Leopold, er habe von dem Kur-fürsten von Trier die Entwaffnung der Emigranten verlangt, aberauch dem General Bender in Luxemburg den Befehl gegeben, jedeVerletzung des Reichsgebietes mit gewaffneter Hand zurückzu-weisen, rief, obgleich der Waffenlärm zu Trier mittlerweile wirk-lich aufgehört, noch einen ungeheuern Sturm hervor. Am17. Januar trat Brissot mit einer großen Rede auf, in derer u. A. sagte:
„Die Maske ist endlich gefallen; euer wahrer Feind ist er-kannt, der Befehl an General Bender sagt euch seinen Namen.Es ist der Kaiser. Die Kurfürsten waren nur seine Strohmän-ner; die Emigranten waren nur Werkzeuge in seiner Hand. Ihrdürft jetzt die Emigranten verachten; der Staatsgerichtshof wirddie Nation an der Revolte dieser Bettelprinzen rächen. Cromwellzwang Frankreich und Holland, Carl II. zu verjagen. Eine solcheVerfolgung wäre zu viel Ehre für die Prinzen. Werft euch aufihre Güter und überlaßt ihre Herwen ihrem Nichts. Die Kur-fürsten sind nicht mehr würdig eures Zorns: die Angst hatsie euch zu Füßen geworfen — euer wahrer Feind ist derKaiser."