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Ludwig Häusser's Geschichte der französischen Revolution : 1789-1799 / Herausgegeben von Wilhelm Oncken
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Die Angriffe der Gironde auf den Thron rc.

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ehe ihr irgend Jemand die Erlaubniß dazu gegeben hat. Es ge-lingt, die Eindringlinge noch mit Vorstellungen hinaus zu nöthi-gen, bis die Versammlung den Eintritt gestatte. Als dies geschehenwar, verlas einer der Wortführer eine lange schwülstige Rede, inder Catilina und andere klassische Reminiscenzen das dritte Wortwaren und dem König unter schauerlichen Phrasen der Tod gedrohtwurde: „Die Verschwörung ist aufgedeckt, die Stunde ist gekom-men und der Baum der Freiheit, den wir gepflanzt haben, wirdin Frieden grünen. Darf ein König einen andern Willen habenals den des Gesetzes? Das Volk hat auch einen Willen und seinKopf wiegt schwerer als der gekrönter Despoten. Dieser Kopf istder Geschlechterbaum der Nationen und vor der stämmigen Eichemuß das schwache Schilf sich beugen."

Und nun beginnt der feierliche Durchzug der vorstädtischenPatrioten. St. Hurnge und Santerre stehen unter der Tribüneund kommandiren mit Löwcnstimme, unter Trommelschlag, Gesangund wilden Ausrufen marschirt und tanzt die Masse durch denSaal: mitten in den Haufen, die von den buntesten Waffen starren,sind harmlose Bummler und Kinder, die von ihren Müttern hintersich hergezogen werden.

Eine Stunde hatte der Durchmarsch gedauert. Als der letzteden Saal verlassen, eilen Santerre und St. Hurnge wieder andie Spitze ihrer Colonnen, um den zweiten Besuch anzuführen,der dem Hofe in den Tuilerien gilt.

Dort standen 22 Bataillone Nationalgarden theils im Garten,theils in nächster 'Nähe, so daß die Zugänge der königlichen Ge-mächer ohne Ausnahme gegen jeden Andrang geschützt werdenkonnten. Aber der Befehlshaber machte es wie Petion, er rührtesich nicht und verschwand, sobald er konnte.

Das große Eingangsthor des Schlosses wird belagert von denHaufen; die städtischen Offiziere wehren ab und lassen auf dieVorstellung, daß das „Pctitionsrecht geheiligt sei", nur eine An-zahl Umbewaffneter durch einen Seiteneingang zum König. Dawird das Thor von Innen geöffnet und nun stürzt sich die Massein das Schloß.

In dem Saal 1'OaiI äe Loeuk befand sich der König mitdreien seiner Minister und mehreren Freiwilligen von der Natio-nalgarde. Während die äußere Thür erdröhnte von den Stößen