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Vierter Abschnitt. §. 16 .
französischen Freiheit" feierte, aber die Lage war nicht mehr derArt, daß solche einzelne Momente noch irgendwie ins Gewicht sie-len. Was eben thöricht und bübisch unternommen und verlaufenwar, konnte ein zweites Mal mit mehr Geschick und mehr Erfolgals Berbrechen wiederkehren.
Als Lafahette in die Tuilerien kam, grüßten ihn die National-garden voll Begeisterung, aber der König empfing ihn kühl undfrostig; der General empfahl sich, nachdem wenige ziemlich gleich-giltige Worte gewechselt waren, und als nach seiner Entfernungdie Schwester des Königs ausrief: „Vergessen wir, was hinter unsist, werfen wir uns in die Arme des einzigen Mannes, der unsretten kann," da erwiderte die Königin: „Lieber untergehen, alsLafahette und den Eonstitutionellen die Rettung verdanken."
In der Nationalversammlung ein leidlicher, in den Tuilerienein schlechter Empfang: das war zunächst das ganze Ergebniß derkecken Reise, die ihm so leicht das Leben hätte kosten können, undals nun Lafahette eine Zusammenkunft für seine Anhänger anord-nete, um am Abend des 29. den Jakobinerclub zu überrumpeln,da blieben die Meisten fort und Lafahette sah sich im Stich ge-lassen. Auch die Wüthigeren unter den Constitutionelleu lahmteeben die Ueberzeugung, daß der Hof unverbesserlich sei und jedegeglückte Maßregel zu seinen Gunsten einem Sieg des Emigranten-thums in die Hände arbeite. Selbst Lafahette hatte Etwas vondem Gefühl, daß man eine Reaktion, die einmal begonnen habe,nicht gut mehr aufhalten könne.
Wesentlich daran scheiterten auch die andern Pläne, die demKönig von einem seiner Minister vorgelegt wurden und bei denenLafahette gleichfalls die entscheidende Rolle zugefallen wäre. Manwollte mit Hilfe der Nationalgarde den Jakobinerclub sprengen,die Häupter unschädlich machen, dann den König unter dem Schutzeder Armee nach Compiegne bringen, an den Grenzen die Truppenzur Abwehr des Feindes sammeln, die Politik der Großmächtedurch die Erklärung entwaffnen, wir brauchen euch nicht, nur sindselber mit der Anarchie fertig geworden, und so einen leidlichenFrieden zu gewinnen suchen.
Der Plan war richtig und groß angelegt, aber er setzte vor-aus, daß der Monarch und die Monarchisten andere Leute waren,und außer der kühnen Entschlossenheit, welche weder der König