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Vierter Abschnitt, tz- 16.
taner, die sich an den Thermopylen opferten, die ehrwürdigenSenatoren, die anf ihren Sesseln den Tod dnrch die Hand feind-licher Wilden erwarteten! Nein, ihr habt nicht nöthig zu beten,daß Rächer aus eurer Asche entstehen möchten; an dem Tag, daeuer Blut die Erde röthen wird, würde die Tyrannei sammt ihremRuhm und ihren Palästen, ihren Beschützern und ihren Schran-zen für immer verschwinden vor der Allmacht der Nation unddem Haß des Volks! Und wenn der Schmerz, euer Vaterlandnicht glücklich gemacht zu haben, eure letzten Augenblicke trübensollte, so würdet ihr wenigstens den Trost mitnehmen, daß euerTod den Sturz der Unterdrücker des Volks beschleunigt und eureHingebung die Freiheit gerettet haben wird."
Was sich gegen diesen Antrag, was sich zur Vertheidigungdes Königs, der Minister, der Generäle sagen ließ, das hat Du-mas in einer vielfach von Murren und Zischen unterbrochenenRede damals ausgesprochen; er wies die Verdächtigungen zurückund warnte die Gironde vor den Leidenschaften, die sie entfesselnwollte und umsonst wieder zu beschwören hoffe.
Der Antrag Vergniands ging durch. Am 4. Juli wurde be-schlossen: die Nationalversammlung habe das Recht, ohne Geneh-migung des Königs das Vaterland in Gefahr zu erklären.
Sobald der Präsident die feierlichen Worte gesprochen habe:„Bürger, das Vaterland ist in Gefahr!" sollten alle ordentlichenBehörden des ganzen Reichs permanent versammelt sein, alle Na-tionalgarden aufgeboten werden und alle Bürger angeben, was siean Waffen und Schießbedarf besäßen.
Jeder Franzose oder Fremde, der in Frankreich wohne oderreise, sei gehalten, die dreifarbige Kokarde zu tragen; jede Person,die irgend ein Abzeichen der Rebellion habe, solle von den ordent-lichen Gerichten verfolgt und mit dem Tode bestraft werden.
Die Gironde hatte alle Schleichen des Aeolos geöffnet, umden Sturm über Frankreich loszulassen.
Mittlerweile war der Hof und die Umgebung des Königs einBild unbeschreiblicher Rathlosigkeit und Verworrenheit. JedenTag wechselte die Stimmung dort mindestens ein Mal und Nie-mand konnte wissen, ob, was am Morgen beinahe beschlossen wor-den wäre, nicht am Nachmittag bereits verworfen war, um amnächsten Tage wieder ernsthaft erwogen zu werden. Einmal zeigt