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Fünfter Abschnitt, tz. 18. 19.
der Tasche und droht, er werde sich aus der Stelle den Schädelzerschmettern, wenn man das Anklagedekret gegen ihn erlasse.
Darauf steckt er die Mordwaffe ruhig wieder ein und sagt:„ich werde unter euch bleiben, um eurer Wuth zu trotzen."
Des Skandals müde, geht die Bersammlung zur Tagesord-nung über.
Die Parteien hatten sich gemessen: das Talent, die Mehrheit^die Würde und der Patriotismus war auf Seiten der Girondeund kaum 50 Stimmen gehörten der Linken an, deren Gebahrendurch den allgemeinen Abscheu gebrandmarkt war; aber diese Min-derheit war eine rührige Sekte, von engster Einheit, strengsterDisciplin, von unbegrenzter Rücksichtslosigkeit und Verwegenheit,während die Mehrheit in sich nicht geschlossen, ohne einheitlicheFührung und Unterordnung, stets mit parlamentarischen Siegenzufrieden, wohl zu einzelnen tapferen Beschlüssen, aber nie zudurchgreifendem Handeln kommt und so alle Vorzüge ihrer Stel-lung Stück für Stück sich unter den Händen zerrinnen läßt.
Die Beschlüsse vom 24. Sept., die so große Erbitterung beider Bergpartei hervorgerufen, waren nur ein Anlauf, dem keinSprung folgte; es kam weder zu kräftigem Einschreiten gegen dasStadthaus, obgleich sich jetzt selbst die Vorstadt St. Antoine gegendie permanente Anarchie erklärte, noch znr Errichtung eines wirk-lichen Parlamentsheeres. Durch Ueberrumpelnng läßt sich dieGironde auch das Martialgesetz aus den Händen nehmen <15. Okt.)und als Barbaronx bald darauf — freilich ohne vorherige Ver-abredung — eine Anzahl Vorschläge bringt, die die mögliche Ver-legung des Eonvents (lors^ue In repi'tz8entntion nationale nurnete avilie-, die Bildung einer Conventstrnppe, die Bestrafungder Verschwörer, die Cassation der Municipalität und die Aufhe-bung der Permanenz der Sektionen enthielten, da fällt die Parteiauseinander, streitet sich um für und wider und gibt der Com-mune sogar eine Indemnität. Hier beginnt schon die Rolle Ba-rere's, mit verwaschenen Vermittclungsanträgen den Plänen derGironde die Spitze abzubrechen.
Bei dieser Beschaffenheit der Partei konnte auch eine Anklagegegen Robespierre, die mit großem Geräusche in Angriff genom-men wurde, keinen anderen als einen kläglichen Verlauf nehmen.
Als am 29. Dktober ein Bericht Rolands über die Frevel