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Ludwig Häusser's Geschichte der französischen Revolution : 1789-1799 / Herausgegeben von Wilhelm Oncken
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386
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386 Fünfter Abschnitt, tz. 18. 19.

St. Denis standen, auszuliefern und die Sektionen damit zu be-waffnen.

Als der Convent so am 14. Januar in die entscheidende Be-rathung eintrat, glich er bereits einer belagerten Festung, vorderen Thoren der Aufruhr, in deren Innerem der Schrecken undder Verrath herrschte.

Nach langen hitzigen Debatten einigte man sich über folgendedrei Fragen, die nach der Reihe der Abstimmung unterworfen wer-den sollten:

1) Ist Ludwig schuldig der Verschwörung gegen die Freiheitder Nation und des Attentates auf die allgemeine Sicherheit desStaates?

2) Wird das Urtheil, wie es auch ausfallen möge, der Be-stätigung des Volkes unterworfen werden?

3) Welches soll die Strafe sein?

Die Abstimmung begann in der Sitzung vom 15. Januar,der Vergniaud präsidirte.

Ueber die erste Frage hatte sich die Gironde jede abweichendeAntwort selber abgeschnitten; es stimmten mithin für das Schul-dig 683 Abgeordnete, 15 thaten es mit dem Zusätze vomms lexis-Iritsurs st von eaiumo ^uKes, 13 weigerten sich, ihre Stimmeabzugeben, weil sie sich keine Richterbefugniß beimaßen, darunterMorisson, der Redner vom 13. November.

Als auch der Herzog von Orleans, jetzt Bürger Egalitö, seinoui abgab, entstand Murren in der Versammlung.

Das Schicksal der zweiten Frage war schon in den letztenTagen vorauszusehen; die Abfälle hatten begonnen, Leute wieSieyes, Jsnard, Barere, hatten schon vorher ihre kleinen Schwen-kungen nach Links gemacht, sie waren aber nur die Führer einerCompagnie, die jetzt nachfolgte. Der uppel an peuple wurde mit424 gegen 283 Stimmen verworfen.

Unter den Verwerfenden waren mehrere der nächsten FreundeBergniauds.

Die Abstimmung über die dritte Frage mußte auf den 16. Ja-nuar verschoben werden. Die Sitzung vom 15. hatte Abends16 Uhr unter großem Tumult geendet, die am folgenden Morgenbegann sogleich mit wüsten Pöbelscenen.

Alle Zugänge des Saals waren von den guten Freunden der