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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Vorbereitung zur Kirchen-Historie Neues Testamentes.

56;

Kirchen - Historie Neuen Testamentes

Von Lhristi Geburt bis auf 1730.

concmuiret

Vorbereitung

zur gesamten Kirchen-Historie Neuen Testamentes.

I.

Wenn nimmt die Kirchen-Historie des Neuen ^Testaments ihren Anfang '

Mit der Geburt unsers HErrn und Heilandes JEsu Chri-sti , als des Mittlers und Stifters des neuen Bundes.

Wie viel Jahre begreift die Kirchen-Histo-rie des Neuen Testaments in steh ?

Da ftiche bis auf das Jahr nach Christi Geburt i7;o.ausgeführet werden soll, so begreift auch die Kirchen-tzistv-rie N. T- nach der gemeinen Rechnung so viel Jahre; ob schoneinige um diese Zeit 1744- schreiben. Denn nach des gelehrtenEnglischen Bischofs V88LKII Meynung hat »ION. k-xi6VVS. welcher die christlichcZeit-Rechnung zuerst aufgebracht,derselben Anfang 4. Jahr zu knrtz angesetzet. Andere geben denFehler auf mehr oder weniger Jahre an. Nach c/rl.V!8lOselten wir 17; 2. nach aber i7;6 schreiben.

Doch da die cbrnn«logi so leicht nicht unter einander eins wer-den dürften, so ist mein Rath, daß man sich an diegcmeine Artzu zahlen halte, und den Überschuß der Jahre, wo es nö-thig fällt, da^zu -cl^ire. Z. E. Man will wissen, in welch^ahr der Welt die Geburt Christi falle, so nimmt man ent-weder mit Ol0^"r8IO ror bekannt an, daß im Jahr derWelt z</49- das erste Jahr nach Ckvisii Geburt ;u zählenangefangen werden, oder man glaubet mir V88MIO. daßsich die christliche Zcit-.Recbming mit dem Jahr der Welt 4004.angefangen, und tubriHret nach V88LKIO beyderseits 4.!oder »ach ctU VI8IO 2. Jahr, der Rest giebct sodann dieaesuchtcn Welt-Jahre, nemüch nach gemeiner Rechnung Z947.wenn man dem c.xl VI8IO. und ;94,. wenn man V88I- !Kio folget; wiewohl nach diesem letzter» die Welk zurZeikjder Geburt!) Lhristi schon 4020. Jahr gestanden haben mäste.M.

Wie kan man die Zeit des Neuen Testa-ments eintheilen?

Wenn man mcrcket, daß

!. Lio Horche unter den Verf lgunge,, der heidnischenAgyser gestanden bis auf LOX8'I'?.d>'I'IblViVs XI.

U. Der Grund ;ur Trennung der G.iechishen undKomischen Rirche gelcget worden, auch die Machtdes Pabstthums überstand genommen um die ZeitencxkObi XI.

Hl. Line grosse Ibekormilrian tn der Airche vorgegan-xen unter cirirobO v.

IV.

Mr viel stnd alfo grosse Verlock odevAbwechselungen?

Viere:

Von der Gebnrt Lhristi bts auf<IOdI8'I'/ik<1'ldlVX1XI. ohngefthr III- 8eculs.

II. Von cQK8ch^l8iHdk0xi.bis aufc^ol.vxi XI. bei-

läuftig V. Lecula-

III. Von c/.KOH.O XI. bis auf die k-form-non, ohn-gefestr X^II. 8ecul,

IV. Von der Kefornn»tton bis fcyo, etwas über II. 8eculü.

V.

Was ist diese Zeit über in der Kirche vor-gegangen?

Fast unzählige Dinge, wie die Ausführung der Historiezeigen wird. Das vornehmste kommt darauf an, daß dieKirche Christi durch die Apostel gepfiantzet worden; nachund nach sich weiter ausgebreitet; inzwischen aber ihr erstesrcineö Wesen nicht behalten; sondern durch Betrug des Sa-tans und Eitelkeit der Lehrer endlich in ein solches Verder-ben verfallen,daß ihr durch eine nachdrückliche KekormLiion ge-rathen werden müssen.

VI.

Wie kan man diese so weitlauftige Historieam besten erlernen ?

Vor allen Dingen muß man in der Geographie und Po-litischen Fundamental. Historie einen guten Grund gelcgethaben. Folgends merckel man die 8eculL nach einander,und was in jedwedem hauptsächliches vorgegangen. Vls-denn gehet man zu den besondern Sachen in einem jeden8-cu!n, welche unter gewissen Capiteln behalten werden kön-nen. Hat man nun auf diese Weise ein gutes coiip-»6>unidurchgegangen, und sich bekannt gemacht, so können diechncr;, oder Schriften, daraus die Kirchen-Historie genom-men ist, nach und nach gelesen werden; wobey aber ein gu-tes juclicittw und gewisse Oulelen vonnöthen sind.

Vll.

Wie mcrcket man die^eccka nach einander?

Vk'II.bl^Xl ein Eugelländer, hat denselben gar

nützlich gewisse Zunahmen gegeben, welche die vornehmstenBegebenheiten eines jeden 8ec^,l> bezeichnen.

Das I. 8eculu heißet äk08T0HVXi, weil die Apo-stel die Lehre Christi darinnen ausgebreitet.

Das II. 8-culum 6dlO8HLVXi, weil die Ketzer, so man6nallicor ncnnete, damahlen viel Lcrmens machten.Das III. 8cculun> blOV/.l irrdivxi, von den Novatia-nern, die keinen gefallenen Sünder wieder in die Ge-meinschaft der Kirchen annehmen wölken.

Das IV. 8cculvm t'.Kl^d.vxi 1 weil 6K1V8 mit feinemAnhange in selbigem dir Küche zerrüttete,

Bd bb , Das