Neues Testamentes.
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die ausführlichere Nachricht von ihnen an andern Ortenvorkomme» wird. Es sind nun folgende.
ttIKKOlxrxiv8 schrieb Ai.vo -92. auf Verlangen einesgewissen Vl-'X'I'KI seinen (.'--»loßum 8cripcorum Lccleb^il-tvrum, so viel ihm von der Zeit des Leidens Christi bis aufdas vierzehciide Jahr 1HK0008H L-niori» bekannt waren-Es sind der Scribenten, die er erzehlct 1Z56xiXkX/ivIV8 Vl?i88IftlLIX8I8, zu Ende des fünften 8-culi, dessen Büchlein «le üluttribu; etwa ro. Scnbentenbegreift, welche mehreutheils nach ttlllKOdll'vri Zeitengelebet haben.
I8IOOKV8 ttl8??iI.5IX8I8 schrieb um das Jahr 6ro.eineii Zusatz von ;z. Scribentcn zu den Büchern bWKO-IX7-VII und 6H!XIX?OII.
n.0Lk>ttOlX8V8, Bischof zu Toledo/ that Anno 660noch 14. Scribenten hinzu.
«OIXOKIV8 /rV6V8'lO0VkXlllX8I8, ein Priester im12. 8ecul», begreift in feinem Buche alle Scribenten vonChristo biö auf seine Zeiten.
8I6KKKK lV8 6kblLl./.cLIXLI8, einBenedictinerrMönchin Brabant / trug ein Büchlein >1e lllullftbus vftft 160. zu-fammen, worunter die meisten, so man selbst bey MKKO-!X7bio und «KIXIX^VIO nicht antrift. Er lcbete gleich-falls IM 12. 8ec»l<,.
ttkdx'Kicvs V5. mit dem Beynahmen 6V
, oder KOIXicoichIV8 , ittgleichen von der Vor-stadt ktVDL bey 6-wr, b1V0^IXV8 , OoSor 8orb»nicu,verfertigte um das Ende des dreyzeheuden 8eculi einen L,-rrloßum virarum illuliria», von 6ll. Scribenten / welche bisauf das Jahr 1280 gelebt haben-Alle die bisherigen hat ^VMK1V8 blIK->?.V8, Dechantzu Antwerpen, Anno 1679 unter dem Nahmen kivliock-'cre llcclr-üiNiciie in f<,b» heraus gegeben.
In den neuern Zeiten haben sich in dieser Materie be-kannt gemacht.
lOttENlft; lkl'lttbbllV8, Abt bey St. Jacob zuWürtzburg, welcher 1516- gestorben. Der Titel seinesBuches ist Ok-Nugui 8crss,k»rum krcclrli<iüic->riii7i IOVIX.
, Dischvffen zn Worms. Er fängt vonKOXtVXO an, und begreift 970. Scribenten.lOtt/i?Xd7ll8 8cttO?kIV8, eil, Würtenbergischer Abt,dessen Buch ^c,<1emis clir>stii,l>s betitelt wird, und über rc>O.kcbens-Beschreibungen in sich fasst.
LVLKK7 V8 bllk<gb.V8> machte zu vorbefagter kilrlio-tbec einen grossen Zusatz, worinn die Scribenten bis 164-).enthalten.
k0ljkk l'V8 kkrH-lkVklNVZ, dessen Buch -i- 8cnpr«,-ribus lrcelcli^kici, alle Scribenten von Mose an bis auf dasJahr i;oo. begreift, und von 6» 8^V88-7ie bis
,600. conrmuirel worden. Es ist kein unebenes Merck,doch auch nicht ohne seine Fehler.
KIX I'OIXlV8 ?088LVI1XV8, ein Jesuit, welcher i6n.restorbc», hak ein grosses Merck uvrcr dem Titel ^pp-ra-Un bicer »6 lcripkarcr Vercrii sc IXoui 7 ellsivcnri herausMbeu. Er hat sich überaus grosse Mühe damit gegeben,und keine gemeine Gelehrsamkeit darum gezeiget.
Doch da ict, nur willens bin, die vornehmsten zu berüh-ren,ftmcrckc man nur noch drey, welche allein gnug seyn kön-tie». einen Liebhaber dieses 8n»ii,;» vergnügen. Diese sindLVVL. kroibüor 7k«ol. und t?»nvnicus zu86i»dfi>r in Ellgeüand, dessen blitiori» IittcrLri.1 8cri^>raru»iLccl,8Mic»rum, welche bis auf ftuckerum gehet , mit grös-ste Nutzen zu gebrauchen.
8X6I7'7'^^IV8 , krolLss. Ie»cr>,s. dessen incro-SuÄio in j-listor-sm lrcclest^iii:<>m nebst den 5 upplementirdes Herrn Abts LCttirtivn bis auf die nächsten Zeiten diebeste Nachricht geben lau
IO- K08IV8, krokelst lenenl'. von Welchem
eine knrtze InkrolluÄio ill »akiti-m 8cripkorum hx-clrll!istics-rrim heraus gekommen, welche mit den gelehrten Obl-ru».rionillur.des fecligen Herrn v. LVVVLl, wie auch bir-.v-8(777-7X11 und 777. LKLIXII, von Sr. Hochwürdeu demHerrn Kirchen Rath Iah. Georg w.rtcheir heraus gegeben,vornehmlich den Anfängern grosse Dienste leisten kan.
XII.
Was vor Oäurelm sind bey Lesung der Kir-chen - Scribenten zu beobachten?
Dieselbe führet Arnold in dem Vorberichte feiner Kir-chen-Historie, ingleichen der Herr 7'ttOb7^8lV8 in seinenLi>»telen Oss.v. und K7Vll7'V8 in seiner Lriric» licraweit-läuftig aus. Ich will nur folgende erinnern.
1. Man muß sich aller Vorurtheile enksehlagen, welche manwegen der Religion, des Ansehens, Standes, Verleumrdüngen, LcbenS-Art u. s. w. eines Scribentens fassenkönte.
2. Von welcher Schrift in der Zeit, da sie geschrieben morsden, oder bald hei nach, keine Meldung geschickt, diesel-be kan vor keine richtige Schrift angenommen werden.
;. Welche Schriften mit andern richtigen grifft und weltli-chen Geschichten nicht überein treffen, die sind erdichket.
7. In welchen Büchern Ceremonien, Nahmen und Titel,deren IN den bewährten Skribenten selbiger Zeit nicht ge-dacht wird, anzutreffen, die werden billich verworffen.
5. Wenn dcr8k>Iu, und die gantzs Einrichtung einer Sehnstnicht nach Art und Geschmack der Zeit ist, darum«» siegeschrieben seyn soll-, so ist sie untergeschoben.
6. Was nur in Übersetzung vorhanden, kan nicht vor unbe-trüglich angenommen werden.
7. Wnm die alten L^r-loßi eine Schrift linker einem an-der» Titel, als der ihr vorjetzo beygeleget wird,bemer-cken so hat mau Ursach daran zu zweifeln.
8- Wenn in einer Schrift, die einem gewissen sonst gutenScribenten beygeleget wird, solche Dinge vorkommen,die seinen Meynungen selbst widersprechen, so ist sie ent-weder gantz falsch, oder wenigstens inrewoliret.
9. Wenn in cigLr Schrift zwar die Redens - Arten der al-ten Kirchen-Vatcr anzutreffen, die Verbindung aber soelend ist, daß man oft nicht weiß, was sie haben wollen,so ist sie falsch.
10. Kommen in dem Buche eines Scribentens, der doch alsein frommer und heiliger Mann gerühmet wird, gottlose,abergläubische und unanständige Sachen vor, so har manes entweder vor inrerpvftrct oder falsch zu achten
n. Vor allen Dingen muß ein Leser der Kirchen-Skriben-ten einen rechten Geschmack von der Gottseeligkeit undder reinen kehre der Wahrheit haben, so wird es ihmleicht fallen, vieles zu beurtheilen, das er sonst mit blin-den Augen angesehen haben würde,
XIII.
Welche Scribenten haben in dem ersten8LLVI.0 die Kirchen-Geschichtebeschrieben?
Hier ist ausser den vier Evangelisten Niemand vorhan-
den- Was vor Schriften einigen aus diesem 8«culo fälschlich
bey-