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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen-Historie Neues Testamentes

»86

III.

Wer waren die Jacobiten?

Diese waren in der Lehre von den vorhergehendennicht unterschieden/immassen I^LOKV8, von welchemsie den Nahmen führen / ein Schüler -rve» gewesen.Der Bischofs-r»Lvov!>ivs zn Alexandrien Hielt es mitihm/ weswegen man diese Ketzer auch zuweilen Theo-dosum r hieß. Es sind noch heutiges Tages die Mor-gen-Länder/ sonderlich EgYpten^Aerhiopien/ Syrien/Mesopotamien / Armenien rr. mit dieser Secte er-füllet- i)

IV.

Wer waren die Maroniten ?

Wegen ihrer Benennung kan man sich noch nichtrecht vergleichenindem sie einige von dem Fleckenktaronia bey dem Gebürge Libanon / andere von demAbt kck/eKOblX, s» um die Zeiten Lbr^toüomi gsle-bet / noch andere aber von einem Mönche dieses sech-sten 8eculi herleiten. Die letzte Meynung mag diewahrscheinlichste seyn., zumahl / da die Maronitennichts anders als ein Zweig der Jacobiten sind / undnur diese besondere Lehre hegen/ daß sie zwar zwey Na-turen in Christs aber «ur einen Willen zu seynglauben- m) ^

Wer waren die Tritheilen?

lOH^blEL?»il.O?OdIV8, von feinem sonder-baren Fleiße also beygenahmek/ ein?bi!os»pbu, und6mmm2ticu5 zu Alexandrien / gcrietb im Disputirengegen;rvxirvL< auf irrige Lehren / daß er die zweyNaturen in Christo zwey selbstständige Wesen/bypoü-ise, nennet?/ auch meyncre, es waren nr GDktMosten drey Naturen und auch) ,

welche aber einander ganrz gleich waren. Dic-serwegen nun ncnnete man sie TritheiteN/ als ob siedrey Götter glaubeten, wiewohl sie selbst sich nicht un-«erstunden von dreyen Gottheiten zu reden.

Man giebt Inbsnni noch ferner schuld / daß er dieAuferstehung geleugnet habe- wiewohl er vielmehr leh.rere, daß nicht eben die jetzigen / sondern andere vielHerrlichere Leiber auferstehen würden / zu welchen Irr-thümern ihn theils seine Philosophie/ theils die.Schriff-len Oriuenir, verleitet- n)

VI.

Wer waren die Aphtbardoceten?

Diese Ketzer entstunden zu Alepandrien in Egypten«m das Jahr 519. eben bey Gelegenheit einer Dispu-«Äkion mir mehr gemeldetem rrveiro. Denn als die-f-r-feine Flucht nachAlexandrikn genommen Hatte/be-fand sich auch ivi,!ä!»v-5, vormahliger Bischofs zu Ha-!licarnaß/welchen luchm«, vertrieben hatte/ daselbst,und da kam einstens die Frage vor: Oh der Leid<ch,iü forme Verweßiich gcnenner werden ?

Lvr nrcynete Ja : rvi-iänvi aber behaupr.te das Wie-

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dcrspiel, und eben deöhalben ward diesem und seinemAnhange der Nahme der Aphthardsceren beygele-get. Man hieß sie noch Iulianiren nnd phantasia-sten, weil sie das Essen / Trincken / Schlaffen / Hun-ger rc. LbE nur dem Scheine nach geschehen znseyn vorgaben. Die 8 LVLKI 1 en aber wurden

oder ge.

nennet.») Von 1 Hk! 0 D 08 I 0 BischoffenzuAlexan- «drien hiessen diese auch Theodosianer / gleichwie jenevon einem gewissen di/ex'0 Gajaniren.

Dieser Secte dcrAphthardoceren waren amKay-ftilichen Hofe ihrer viel ergeben/ wie sich denn auchder Kayser IV 81 IdN^b!V 8 darzu bekannte/ welcher soeifrig darüber hielt / daß er den Patriarchen evrrcm-vn zu Constantinopel, weil er seiner Meynung nichtbeyfallen wolte / ins exilium schickere, p)

VII.

Wer waren die Agnocten?

Sie entstunden «in das Ende dieses 8ecu!i in Egy»pten, und Hiessen auch von ihrem Anführer HILKH-8110 Thcinistraner. Dieser war Viaconu; zn Ale-xandrien / und machte einen solchen Schluß : weilLbnüu, viel menschliche Schwachheiten an sichgehabt / so sey ihm auch dieses beyzulegen, dasser viel Dinge nicht gewust hätte / zum Exempelden Tag des Gerichts b-lsrc.XlU, rz. Den Ort / wosie bar^rum hingeleget hätten / lo. XI, zg. u. s w.Wiewohl man so eigentlich nicht siegen kan, ob sie esnach der göttlichen oder menschlichen Natur verstan-den habe«, g)

VIII.

Was ist von den 8 c!iilm3tibu8 in diesem 5 e-c-ulo zu mercken? !

Die 8ck,ilmrnschen Donaristen in AsricS/ so bisanhcro von den Wandalen waren unterdrückt worden/fiengen nun nach Vertreibung dieser letztem wiederuman empor zukommen/ tausftcn'die Catholischen noch»mahlen / und verjagten ihre Priester.

- Hierüber schrieb sreeso^ivs von Rom an denErar-chen vsn Africa / daß er ihnen Einhalt thun möchte. 1Doch erinnerte er den Bischofs oonmicvn zu Cartha-go / daß er sich dabey keiner gewaltsamen Mittel bc- !dienen möchte, r) ,

Die Trennung wegen des Lcmcilü zu ChalceLon smachte grosse Unruhe, ingleichen das Hcnoncum Xc- !nonir, daß immer ein Bischofs mir dem andern dieGemeinschaffr aufhob, nachdem er der wiedcrwartigen /Parthey zugethan war/ wie hin und wieder erwähnet 'worden.

oder PH0XL8V8, Bifchoffzu Hiera-poli / siifftete «inen grosses Unfug in der OrientalischenKirchen an. Er wslre gern dem r^vi^o, Patriar- >chen zu Consiaiitinopel, in die Haare: Daher ver- !

dam-

0 ) ÜILÜK^IVS in breu. 0^.19. 2^. s>) LV^6KIV8üb.4. c. ,9. dticükttOKVS üb.,7. c.ry. q) lelicükttO-KVL lib. 17. csj,. 50. I 81 VOKV 8 i-iitpstens LrxMvt. üb. 8.c. ?. l.LOKl lV8 L/rrnürivs tle srÄ„. r) 6 stLL 0 ^lVi»

>1. üb. z. «xitt. Z 2 . zz. üb. 4 . iuä. 1 Z. z.