VIII. Seeulum. V. Bon den äusserl. Zustand der Kirchen.
rozß
Dieser Sohn des vorhergehenden KäyferS setzte dieBildcr-Stürmerey hitzig fort/und warb daher von denBilder-Dicnern mit den lästerlichsten Zunahmen bele-get- L0k«0«r>ivs hieß er, weil er mit seinem Unflat/welcher Griechisch hei stet/das Ta uff--Wasser sol-le verunreiniget haben. Ferner nennete man ihn
weil ersieh am Pferde-Miste belustiget hät-te- Die andern Ehreu-Titel waren: Hexen-Meister,T rifels-Baimer, AnrickriffGortes Lasterer,s>e-lzer-parroN/ Atheist, Ungeheuer/ der andere d-iL-HO u s.w. o) maffen uian nicht 'Nahmen gnug crden-ckcn konte/ihn aufs abscheulichste abzubilden.
Das ist eben nicht an ihm zu lobe»/ daß er die Bilder-Diener sograusam Verfolgers, und sonderlichwar er aufdie wiederspenstigcn Mönche sehr erbittert/ prost»,»retesie auf offentlichenSchauplatzen/ ließ sie zu tobe mar-tern und prügel»/ und ins Meerstürtzen- Von denRaths- Herren und feinen besondern Räthen mustenviele die Hälse hergeben/wenn sie sich nicht nach seinemWillen bequemenwolken. Den Patriarchen couna-,riuv» schickte eranfanglich inS Lxilium, ließ ihn abernachmahls wiederholen, mit Maulschellen tractiren,auf«inen Esel herum führen, anspeyen, und endlich ent-Häupten, p)
Inzwischen last ersich noch vielfältig entschuldigen.Denn einmahl hatte er vollkommen recht, daß er dieAbgöttern) mit den Bildern nicht leiden weite. Vordas andere ließ er es mit Abschaffung derselbe» nichtauf seinen blossen Befehl/ sondern auf den Aussprucheines gantzen grossen 8znio-Ij> anksmnx!», worinnen dietknbilligkeit des Bilder-Dienstes zur Guüge dargcthanward: daher die Harrnäckigk »der sieb Wieder fetzenden
LOdIZI'/z.d! t!d!V8 das Regiment selbst übernahm/ unGdie Mutter nicht weiter so viel drein sprechen lassen wöl-ke/ so spielte es ikiE dahin, daß dem Sohne die Augenausgestochen wurden/welche That ihr denn das völligeRegiment wieder in die Hände spieleke.
zo. IkbNL
Käyscriii Anno 797. bis 802.
Wie sie den Bilder-Dienst wieder eingefuhret/ist imersten Capitel gemeldet worden. Sonst wolte sie an-fänglich ihren Sohn mit einer Tochter ca>eui.l ia. ver-mählen. Bald aber befürchtete sie/ der Sohn möchteihr dadurch zu Kopffe wachsen/und gab ihm wieder sei-nen Willen eine Gemahlin aus dem Orientes welche erdoch bald wieder verstieß. Auf die letzte stund sie selbstmit cäie«i.v in Heyraths-Trackaten- Doch diesesnahmen die Griechen so übet/ als ob sie das Reich denAusländern verrathen wolre/und machten nice?»vkvrazum Kayfer; IKLdiL aber muste inö Kloster nach derIiisul wandern/allwo siekurtz hernach vorHer-tzelei'd gestorben. 5)
Bey währendcin Rcgimente und
der Ireneir litte das Reich von den Bulgaren und Sa-racenen viel Abbruch/wie bey den politischen Scriben-ten wci'tlänfftlger zu befinden, r)
V.
Was ist von dem Regenten im Occidentezu merckcn ?
In SpanienKörst; Anno 701. bis 7rr.
Er folgte auf seinen Vater esiLE. Die dem Rö«
eine blosse eigensinnige BooheitzumGrunde harke.U>w,^j^,, «kühle ergebene Scribenten bilden ihn als ei-
endlich hatte das Merck auch einen grosse» Einfluß inden Politischen Zustand/ da die Bilder-Dicner nicht anbers als Rebell n kontenangefthen werden, Massen derAufstand nnterdem Rebellen are-rLsresoo, mit welchen!WX8bA>II!I8lV5 gleich nach Antritt feiner Regie-rung so viel Jahr zu thun Hatte, sonderlich de» Anbe-thern dcrBikderznznschreiben war.g)
Die Umstände fernes Todes / welche man-zu Merck-mahlen göttlicher Strassen machen null, find Erfindun-gen dererjeiiigen, welche ihn als einen Bilder-Stümiergern haben verhaftet machen wollen.
2K. IRO IV.
KayscrAnns 775. bis 780-
Ein Sohn des vorhergehenden. Er war dem Bistder-Dienste gleichfalls zu wieder, und verfuhr fcharffge-gen diejenigen, so dergleichen Abgötterey bey sich gewahrwerden liess n, wie denn unter andern einige seiner Eani-wer-Herren darüber ins Gefängniß musten. r-S-. LOdrrnAnuxvs VI.
koürnvkosrnnrr»
Käyser Anno 782. bis 797.
-In feiner Minderjährigkeit führeke feine Mutterlune, des vorigen Gemahlin, die Regierung: als aber
v) Ibi-lem äc üb. leg. l. c. p) litleni ib>.
irm. g) k^VüV8 I)i»cvn. I. c. r) läem üb. 2Z. 20I8/b-
1. c.
neu grausamen Tyrannen ab, wAcheSabermehrenkheilsdaher kommt, weil er den achtzehenden 8zmockumzu To-ledo gegen den Pabst gehalten, und darauf nicht nur denO/clib.» gemißbillig t, sonder» auch dem Pabste in sei-nen Menschen - S atzungen den Gehorsam verweigert,und den-Juden verstattet, wiederum Nach Spanien zu.'kommen. Die dieses 8/nocii sind unterdrücketworden.
Daß er unterschiedene von seinen Verwandten um-bringe», und die Städte ihrerBssestigungs-Wercke be-rauben lass», g'schach darum/ wckldie Clerifey die Leu-te gegen ihn verhetzte, und ihn daher durch die beforglicheFurchczu einigerTyranncy verlciterc.u)KOOLKIOV8König Amw 711. bis 712.
Dieser unglückliche König brachte durch seine Iln-kcuschhcit das gantze Königreich ins Verderben. Dennals er dcsGrafcns ,v»ta»i.Tochter cr/rvaia, welche amHofe bey der Königin war, mit Gewalt gemißbrauchthatte, so verbü ß iviaanvs zwar seine»! rachgierigen Zorneine Zeitlang: nachdem er aber die Tochter mit guterManier vom Hofe gebracht hatte, so verrieth er das
Land
s) 1bi<i. t) ?äVÜV81)i-c. ib. 20N/rkä8 wc. cir. u) ÜV-c^8 'Vu-ieubs ckrvn. ii'b.z. KOVKKicVL 1'sler- äe reb.ttilp.üb. z.c. 15. ke^ dl/rkILIgL- -lüi.