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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen «Historie Neues Testamentes

fen. In seinem Mönchs-Stande, welchen er in demVenedictiner-Kloster konc- ^vellsno angetreten hakte,brachte er sich den Ruhm der Gelehrsamkeit und Hei-ligkeit zuwege.

Er war auch in der That ein Mann Von gutem Ver-stände, und sonderbarer Beredtsamkeit, dabey eifrig inder Kirchen-Zucht ^ und erkannte vielfältig die Lasierseiner Zeiten. Er verschönere auch nicht des Römi-schen Hofes, und bemerckete, daß derselbe so fort ü-der alle geringe Dinge mir dem Banne los bra-che, den Läycn und' untern Geistlichen wieder-rechrlich verbothen hätte, die Bisthöste anzukla-gen, dre Geistlichen durch krumme Wegeins A'rchkommen liesse , und sonst noch vielen Lastern unter-,worffen wäre, wie aus seinen Schrifften Hin und wie-der erhellet.

Der Pabst dllQQI^V8 II. schickte ihn nach May-land, die Simonie und die Pricster-Ehen daselbst abzu-schaffen , und bey der Gelegenheit die MayländifcheKirche der Römischen zu untcrwerffen. Das war nuneine ziemlich gefährliche Lommislion, indem die May-ländische Clerisey einen Tumult dagegen erregete, vonder Simonie nichts wissen wolte, das Gesetze vomCocllb-tte gottlos und unerträglich nenneke, und dieFreyheit und Gleichheit der Ambrosianischen Kirche zubehaupten suchte, auch bey dem Auflauffe kerrum inLebens - Gefahr setzete. Gleichwohl brachte dieserdurch seine Klugheit und Wohlredenheik die Sachezum Stande»

^.nno ro6r. fielen ihm die Sitten der RömischenClerisey so zuwider, daß er sein Vißthum wieder ab-danckrke, und die Einsamkeit erwahlete.HI-LX^dMLKII. aber ließ ihm keine Ruhe, und brauchte ihn in sie-len Legationen , welche er jederzeit gar geschickt undglücklich verrichtete, r)

Seine Schriffcen, welche mit einem leichten unddeutlichen 8cxlo geschrieben , bestehen aus Briefen,Sermonen , Lebens-Beschreibungen der Heili-gen , und einer grossen Menge kleiner Tracrätgen,welche zusammen mir den Anmercknngen <üOd^ 8 l^d 4Hbll heraus gekommen find. s)

500 ?V 8

-Mönch zu Frrlde Anno 1059. stirbt 1086.

Den Zunahmen Hak er von seinem Vaterland?,wie-wohl ihn einige vör einen Irländer ausgeben. K) Infeinem 28. Jahre kam er in Deutschland, und ward zuCölln am Rhein ein Mönch, begab sich folgcnds insKloster Fulde, und brachte 10. Jahre darinnen zu.Letztlich lebte er zu Mayntz , wiewohl auch berichtetwird, daß er zu RegenspNrg über die Makhematic undHeil. Schrifft gelesen habe.

Er hat ein Lbronioon von Erschaffung der Welt bisauf das Jahr Christi roz;. geschrieben, welches derAbt vonxcnm zu Sobernheim bey Maylitz c) biö auf

r) r/IVVL! 48 I 8 W vir»D/MIäNI- 8I6KKLÜ-

1 'V 8 Se vir. iüustr. c. l6z. I-A-IeskLUI'VZ 8«kLKnLb. kdiU-mOl.vV8 in ckkün. -) Coilk. c xvk !. c. P.529. l>) 1^

c?OLV8 VV^K^LV8 6e f-riptor. ttib-rn.lll,. I. c) 8LKL-UIV 8 rer. i^Ioxuar. lib. r. c. 40 .

i2Qv. fortgeführet, und verschiedentlich, unter andernin den Scripcocibus Lermarucis, heraus gekommen, ä)6 VHkv 1 Vb! 0 V 8oder Gm>nund

Cardinal und Ertz-Bischoff zu im Neapolitanischen1061. stirbt is84-

Vermuthlich war er ein Deutscher, obgleich einigebald einen Jtalianer, bald einen Frantzosen aus ihmmachen wollen. Anfänglich war er ein Benediktiner«Mönch im Kloster 8. beotrsM in der Normandie.

Indem er nun in der Gelehrsamkeit und seiner Auf«führuiig einen guten Nahmen erlangete, so both ihmder König 6VII.ILHIV8 l. in Engelland ein reichesVißthum an , welches 6 VHK 1 VdU)V 8 aber aus Be«scheidenheit nicht annehmen wolte.

Endlich kam er nach Italien, und der Pabst /cH-XüdMM II. liebte ihn so sehr, daß er kaum den Stuhlbestiegen hatte, als er ihn zum Cardinal erklärete, undmir abgetrennten Ertz-Bißthume versorgete. c-Mari Hat unterschiedene Bücher von ihm, woruntersonderlich die drey Tractate üe 8. Locna gegen«Lkivra zu mercken. k)

eori 5 ?-Lri?ixrr 8 lzPresbyter zu Costnitz Anno Iv 66 . stirbt rrso.

Er war ein trefflicher Hüdebrandmcr , und föchtenicht nur mit der Feder, sondern auch in einerSchlacht 1086. mit dem Degen gegen I-ILKKI-LVdck IV. wie ihn denn auch der Pabst zum koeniren-cisrio ^postolico bestellet. Hatte, daß er sogleich alle Lx-communicirete, so des Kayserö Parthey verließen, ab-lolviren konte- g)

Seine Schrifften sind

I. Hiüoiis 5 ui rsmxons, welche Vrüiüus unter den 8erij>r«ri.

bus rcrum 6-rmanicsrurii herauS gegeben.

S. Opuseu!» nonnuüs pro Lregvrio VII.

I,^i 8 ikn^r 4 c:v 5

Ertz-Bifchoff zu Cantrlberg Anno 10,70. bis 1088.

Der Geburt nach war er ein Jtalianer von kauia»Nach-gelegtem Grunde der 8ruä>en in feinem Vater«lande gieng er noch ziemlich jung nach Franckreich-indie Normandie, ward ein Benedictiner-Mönch in derAbkey Lec, und endlich, nachdem er eine Zeitlang beydem Hertzog Hof-Caplan gewesen, Abt

zu Laen.

Als folgerids dieser Hertzog König in Engelland ge«worden, beruffte er ihn zu obgcdachken Ertz-Bißthu«me, worinnen er viel Händel mit dem Ertz-Bischoffezu Porck wegen der kraececleur Hatte, bis der PabstHnno 1071. dem Stuhle zu Camelberg die Ober-Stel«le zuerkannte. I>)

Sonst

6) 8 I 6 KKLlLl"V 5 cie 8cripcc>r. 5 . vir. iUuür. c. 1^9,c^VL I.c. P.5.Z0. 5 -l,.I 4 -I 1 ^I-I 8 t-c. n. Sc

r2. i. p- 4?o. 5 -^. c> 6VII.ILl.?>-!V8 ^I>^L88VUM.818 . OK-I)LkicV8 VH/II.I8. kkULVZ LI.VKII^ck!X8I8ck- fscriLcw k!ei'i'ttkXIIV 8 . rVO c/i!^d- 0 'ILXLI 8

epill. 78- I^tLnr in bibliolb. krcruni m,x. lom. 6,

8) 'rkHiriMlV8. VO88IV8 6- InÄ. r-r. I,i>. 2. c.47. LL-VL l. c. p. §Z2. k) LOOVVIdlVL 6° xr^ful. Lntzl.