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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchrn'Hisiokle Neues Testamentes

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Xiti.

Was hat man von den Bibliotheckerr zumercken?

Die Mönche M r^omcaisin vermehreten ihre Bi-bliotheck mit vielen Abschafften. H Desgleichen thatder Bischoff wL!er<xkV5 zu Skraßburg. b) Jngleichcnsoll eine feine Privat-Biblio

thcck besessen haben, c) Zu Hirsau aberverkaufften dieOleric, Seculsre;, so an stakt der Mönche waren hineingesetzet worden / die vielen und schönen Bücher / undmachten sich vordaS Geld lustig. 6)

XIV.

Was ist von den Klöstern anzumercken?

1. Man brachte verschiedene neue Orden auf.

2. Man sichrere ein verdorbenes Leoen in denKlöstern.

XV.

Was sind vor neue Orden in diesem Reculoaufgebracht worder; ?

r. Der Orden V^bb!8 V^LK 08 ^K, welchen 10OV^bljLKlrV8 1 ein Florentiner nm dasJahr rozo. gestifftct. Er führet den NaHmenvon ei-nem schakrichttn Thalr vhnweic Florcntz , allwo dasKloster dieses Ordens stehet. AlsKäyserConrad vondiesem Orden bey seinem Anwesen zu Florcntz Nach.richt erhielt, liest crihm^ine Kirche aufbauen/ welchezu Ehren der Jungfrau Marien/ Michaels des Ertz-Engcls, der Apostel kattlivlomaci und Hamas , desPabsics 8. 8:ej,!ian^ des Abts ilcneciiÄi, und des Ve»kcrmcrö (Heiligen gnug!) cingeweyherrvurde.c)

-. Der Order; der Camüldulenjer, ivclchcn XOX1VelbOV8, ein Edelmann von Xsuenna, auf dem A>penninischen Gcbürge nicht weit.von der Stadt ^rsr-re>, an einem Orte/ der Oampo klaläoli, oder Oampursmsbili;» geheißen, Anno H'09. gestiffcet. Sie habendie Benedicriner-Regul / und tragen wcisse Kleider/weil der Stiffter wölke gesehen haben/daß Leute in sol.cher Kleidung auf einer Leiter gen Himmel gestiegenwären. Man hebet auch noch einen Oommemaeiumin Psalms,, bey diesem Kloster auf, welchen XOLlV^I.OV8 im Paradise soll geschrieben Haben/ 5 ) wie denndergleichen Fabeln fast bey allen Klöstern anzutreffen.

z. Der Lnrrhültfcr-Orden, vor, dessen Srifftungim Leben MVdiOdli8 OOl.OdUL!>!8l8, schon gedachtworden. Der Nahme kommet von dein Orte Car-rhausc/Frantzösisch Obsrcreuie, oder jetzt l.s grsnäcOliarrecuse, welcher drey Meilen von Orensbls in ei-nem sehr rauhen Gebürgc gelegen. Dieftn Ort soll derBischoff »v«v von Lrenoble dem obgedachten pxvdlOdll auf sein Begehren gezciget Haben. MVdiOstlbst Hat sich keiner gewisser, Ordens. Regeln bedienet.Nuchgehendö aber setzte ein General dieses OrdcnS/Nahmens Va;il.-V5, aus der bisherigen Obierusnr der.

s) Lkronic. (^arkn. lib. 2.c. Ub.z.c.62. b) 8KV8LlllV§

äc Lpiscoxii 6erman>»c. c) d1?.kt1'l^V8 in dkro«. ci)Ckrouic. ktiklaux. e) 8I60dHV8. dt^LIHOk<IV8 in itin. Iral.k. I. k) läemibiä. ?L1KV8 OLdHAdll i» vik» KOdlVLb-

VI. L^KOdllVI.

gleichen auf/ und ließ sie vo» dem Pabste constrmiren.Das meiste bestehet in Enthaltung von allem Fleische,strengem Fasten/ und fast beständigem Stillschweigen,wobey sie zu Kränckung ihres Fleisches ein härenerHemde auf ihrem blossen Leibe zu tragen pflegen, g)

4. Der Orden der Grand,,nomenser , welchervon einem Berge ohnweit bimogcr den Nahmen füh.ret/Ulid von 8^L?pj^dlO, einem Edelmanne der Ge-gend nach der Regn! Leneüiöli ^nno 1076. aestiff«ket worden, b ) "

5. Der Orden der » 08 ?Häl.I 0 KVX 1 , dessenStifftnng in das Jahr 1092. gesetzet, und bett Italiä-nischen Kauff.Leuten in Palästina zugeschrieben wird,als welche sich von den Saracenen einen Ort vor Gelderhandelt, astwo sie eine Kirche und Hospital erbauenkönnen. Dieser Orden ist nachmahlen durch die vie-len Bcschenckungen ungemcin reich geworden.,)

6. Der Elsterrienfer-Orden. Der Stiffter war6,OLk-XIV8, Abt im Kloster Xlolirmo, welcher nebstnoch rc>. Benedictincr- Mönchen sich in die WildnißOiiiettium in Burguudien begab, umdieRegul öenedasrldsten desto strenger zu beobachten. Diß ge«schach Anno l os8. mit Bewilligung dcS Ertz.BischoffSzu Lyon und Päbstlichen Legakcns. Sie waren zwar,eigentlich Benedictincr, unterschieden sich aberdurchdieKleidung, da sie neinlich weiß gekleidet giengen, die an«dem Benedictt'tier aber schwartz oder braune trugen»Daher nenneke n,an die Benedictincr schrvartze , dieCistertienftr aber rveiste Mönc 1 )e, wiewohl diese nach.gehendS die weiße Farbe in grau verwanhelr, und dar-über ntt't den Franciscancrn Händel bekommen haben»Der Orden hat sich folgends gantz »gemein ausge-breitet, k) wie an seinen Orten bey Gelegenheit kürz-lich wird berühret werden.

XVl.

Was hat man von dem verdorbenen Lebender Mönche vor Nachrichten?

Es schreibet einer dieser Zeiten l) gar nicht unrecht,daß unrev ihren Mönchs.Rappen das Geheim-niß der Boßheir verdeckt gewcjen. Sie suchtendie andern Geistlichen zu unterdrücken und über sie zuherrschen, m) Städte und Dörffer wurden von ihnendurchstrichen, damit die Leute nur ihre niedrige Klei-dung/schlechte Speisen und andere Verdienste, damitsie sich breiteten, sehen kanten. Dabey machten sie dasLeben aller andern Menschen herunter, und unkerstun-den sich andere zu unterweisen, da sie doch selbst noch nie-nnMcn Schüler gewesen waren, n)

Sonst gaben sie allerhand gottlose Händel vor,zanck«tcn sich unter einander wegen des Habits, als, worinnen

sie

8 ) 8Akkdk?.k^ttäI4. 6 -ll. OiriK. kLI k. LI-L 8 M 8 I 8 ex.86 . k0l.v00KV8 V5K6H.IV8 <!- oriz. orä. relon-a.bb. 7 .c. z. k, QxKLKKaktvVS -ä -n. 1076 . i) ttO^ HI46L-8 V 8 x.f-c. II. f-s.i y.z; 8 . >c) 8 /citOd!iV 8 -ä c.

1098 . VOL.^I'LKK/cdlVZ.k^dlVlbUVS. kOr.ro. VKK 6 I,

I.IV?. ^IH. I) ^vÄok libri äe vnikate «cclciir in Caral.I'-K. ver. lik. iz. p. Z 79 . m) IVO L^kdtO^'Ldk 8 l 82Z. n) lärm ex. 207 .