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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kkrchrn.Hlstorie Neues Testamentes

erhoben, und des Käysers Cantzler Eberhard zum er-ßen Bischöffe bestellet worden, m)

z. Der 8Xdt0l)V5 zu Seelingstadr am Mayunicht weit von Franckfurt Anno 1222. auf welchemsonderlich gegen den Mißbrauch der Messe und des Ab-kasses geeifert worden, n)

4. Die 3Xk>!Ol)I zu Mavntz, erstlich Anno 1049.darauf die Simonie und Priester-Ehe verdammt wor-den ; 0) zum andern Anno 1054. welcher den BifthoffGedhard von Aichstätk zum Pabst erwähleke;?) zumSrirren Anno 1069. wegen der vorhabenden Ehcschei-düng des Käysers «rnkici IV. von seiner Gemahlin

worein aber OL>N^I, als PäbstlicherLegat, durchaus nicht willigen wolte, und dadurch dieSache hintertrieb; g) zum vrerdten Anno 1075. wor-auf der Bischofs von Chur, weil ernach Befehl desPabstes auf die Abschaffung der Priester. Ehen drang,kaum mir dem Leben davon kam, und daher künfftig mirdergleichen Vortrag nichts mehr zu thun haben wolte;7) zum fünffren Anno 1080. aufwelchem die Bischöf-fe, so dem Käyser Heinrich getreu waren, daSAn-ubems gegen den Pabst aussprachen. 5)

5. Der 8^dMVV8 08 KOKlllN 5 l 8 , Anno 1062. UN.

ter dem Ertz-Bischoffe AbilXOM zu Cälln, in Gegen-wart des Käysers »Lnrcici, worauf der Pabst cLv-ci.ov8verdammet, aber bestätiget wurde, r)

6. Die 8VblOl)I zu Erfurt, erstlich) Anno 107;.unter dem Ertz-Bischosse Siegfried zuMäyntz wegender Decüuen in Thüringen , dabcy es alles nach desKäysers Willen geschlossen werden muste, zumahl,da er«ine ziemliche Macht Volckes bey sich hatte, die Wiedri-gen zu schrecken; u) zum andern Anno 1074. untereben demselben, wegen der Priester-Ehe, davon schon inPer XI. Frage gedacht worden.

7. Der 8MOOV8 zu Morms Anno 1076. dar-auf man sarLoicivLt VII. des Päbstlichen Stuhls un-würdig erklärte. x)

Diesen 8ynollum versammsete Käyser »rnaiev; iv.aufEinrathen des Cardmals »vsoni, cL^oioloderl-esi-Luc, welcher sich ehemals der Wahl zr.Lx»noru uwidersetzet, und auch sanften üxesoicianicht recht gemacht Hatte, daher er feines Amtes war erlassen wor,den. 7) Besagter Cardinal verklagte den Pabst beydem Lonciilv als den gottlosesten Mensche», Iiemlicl)als einen Zauberer, Kirchen- Räuber, VerläuguerGottes, Mörder, Hurerund Ehebrecher, Gertzhals,Merräther und dergleichen, davon er vieles mit gericht-lichen Zeugnissen erweisen konte. r)

Die deutsche Bischöffe, so dem Pabst ohnedem nichtgrüne waren, weil er sie mehrentheils vor 8imon>sco8hielt, und gerne abgesetzet Hätte, wenn es angehen wol-len, nahmen diesi Anklage vor bekannt an, unvcrklä-reten, den Pabst) wie obgcdacht, des Stuhls verlustig

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schickten auch einen verwegenen Parisischen Priesternach Rom, welcher demselben den 8)mocjrll-Schlußbehändigte, und dabey sagte - Unser atterchristlich-ster Räystr , die heiligen Bijchöffe in Italien,Deutschland und Frankreich, ja. die-ganye heili-ge Christenheit befehlen dir demAmr)wc!ches dudurch List, Geld und Gunst erlanget hast, ohneVerzug abzudanken.--) Allein der Ausgang leh-rcke, daß sich der Käyser mit dergleichen ?roce<Wre>rmehr geschadet , als genutzet; indem die damahligenZeiren nicht so beschaffen, daß man auf solche WeiseHütte durchbrechen können. Denn die deutschen Für-sten hatten kein rechtes Vertrauen zu dem Käyftr,weiler die Sächsischen so lange gefangen behielt, alfo daßsicbefürchteten, wenn er zu mächtig werden solle, daß ih-nen gleiche Dinge mitgcspielet werden käuten. Eini-ge waren sonst aus Privat-Ursachen dem Käyser zu-wider, oder furchten sich würcklich vor dem Banne, dieBischöffe wurden auch verzagt, und suchten sich bey"dein Pabste wieder einzuschmeicheln, b) Und solcher-gestalt musten freylich alle Anschläge den

Krebs-Gang gehen, so wenig er sich dessen wohl moch-te versehen Haben-

8- Der 8XdlOj)V8 zu Bripen Anno 1082. worauf;o. Bischöffe den Pabst Lki-soklvn absetzeten,und6vr-kLK-rvöi von Lsuenna erwähleten.

9 Der 8^0OV8 zu (Quedlinburg, Anno 108).welchen die Pabstische "Parthey gegen den Käyftr ver-sammlete. Von weltlichen Personen war der GrafHermann von Beuchlingen, den man zum Königeaufgeworffen hatte, nebst vielen seines Anhanges zuge-gen. Die Geistlichen waren der Päbstliche Legat or-i-o von ciugny.der Ertz-Bischoff Härtung von Mag-deburg nebst seinen 8u3'wganei?. Man irsölirete all-hier die Kayftrliche Parthey als Ketzer unter dem Nah.men der Henricianer, und suchte des Pabstes Hoheitauf alle Weift zu behaupten, ohngeachtet ein Bam-bergischer ?reil>xlcr öffentlich erinnerte, man könne sel-bige mit nichts erweise». Dieser aber mnste schweigen,und man verfuhr bey brennenden Wachskcrtzen mirdem Banne sowohl gegen den Käyftr und alle ihm bey-fallende Bischöffe,als auch gegen «vienr-via und seineCardinäle. Die Priester-Ehe wurde verdammet, undsonst noch andere Pabstische Lanones bestätiget. 6)

XX.

Was vor 8Mv6i sind m Franckl eich gehak-ten worden?

1. Der 8VX'OVV8 zu Grlecrns Anno 1017. wiederdiejenigen, so man der Wanichäischcn Ketzercy beschul-digte , davon im folgenden Capitel Nachricht zu er-warten. e)

2. Die 8^0VI zu Limogcs,erstlich Anno 1029.worauf man nichts anders gefunden, als daß man denH» lckattialLm, welchen man vor den Stiffterdes Biß-

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