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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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Klrchen-Histsrk Neues Testamentes

?Ll.cLXl^8, so damahls den Berg Athos seiner Ge-ldie Seelen nicht eher/ als aufden jüngsten Tagsundheit halber verlassen Hatte/ und sich zuThessalonich zum Anschauen GDttes gelangeten

aufhielt, sicllete vor, er mochte eines u>

verständigen Mönchs wegen nicht stracks einen solcher,Lermcn anfangen/lndem es jaauch.nicht unwahrschein-lich wäre/ mit leiblichen Augen ein uncrschaffenes Lichtzu sehen / dergleichen den Jüngern Christi auf demBerge Thabor wäre offenbaret worden.

aber/ dem mit Zancken sonderlich ge-dienet war / setzte sich mit allem Eifer gegen

gab vor, daß dieser eine doppelte Dreyfaltig.keit statuire; weil er einen Unterscheid zwischen demunerschaffenm Lichte und dem göttlichen'Wesen ma-che. b) mangelte ihm auch nicht an Cameraden,indem sich sein Discipel der Mönch 6KL60KIV5cVdwlttVS, 6kle60K^8 und andere der Sache mitgrosser Hefftigkcit annahmen. Indem aber der Käy.ser /UOnvnlcv; IVN10«, Patriarch und die andern Bi-schöffe, welche die Sache auf einem 8ynoclo Ao.rz4r-Untersuchten/ auf päbkXläL Seite sturiden, so traue,te sich nicht auszukommen / und ließ sich

zu einem Schein - Vergleiche mit jenem bereden.

Indessen war dieSeckiyerey barplalamiren,Ac'pmbimsten und Barlaamiten einmahl aufs Tapet ge-kommen, und also hatte der Käyser änvkvnicvs, vorwelchem sich die letztem fürchteten, kaum durch denTod die Augen geschlossen, so gieng der Lermcn aufsnene an, und 6/ikl.HHbl beschuldigte den 8^noöuweines unbilligen Verfahrens/ gieng doch bald nach Jta-lien, und hinterließ die Fortsetzung der Zänckercy demobbenenneren ^L^sdMIdlO.

Hierüber wurden zu unterschiedenen Zeiten noch drey8yno<li gehalten, auf welchen die Barlaamiten stetszucknrtz kamen, und verdammet wurden, wiewohl mauauch'die Meynung von dein Thaboriti-

schen Lichte nicht con6rm,rewwolte.

Unterschiedene Griechen alsden man vor einen Dominicaner-Mönch angicbek,lO-kl^^d-!L8 LXk?GI88IOH und audere hielten davor, wäre den Barlaamiten unrecht geschehen, welchemauch bLO ^l.b^'krV8 und andere vmi den Papistenbcyfallen: hcrgcgen behaupteten e/cdlk^^V2LdiV8,und andere, daß sie mit Recht ver-dammet wären. Der.Ausgang des gantzen Handelswar dieser, daß einige davon stille schwiegen, anderediopalamiron mit Schafften angriesfen, und darüberrrrs Gefängniß kamen, die übrigen aber heimliche cur-respoucieu^mit den Barlaamiten unterhielten» l)XIX.

Diesem Pabstischcn Jrrkhrune wolle sich anfangsniemand niedersetzen, bis endlich ein Dominicaner,Nahmens HkOX1/^8 Obi , auftrat, und vor

dem gesammten Päbstlichrn Hofe denselben mit gros-sem Eifer als eine Ketzerey verdämmere, womit er abernichts anders ausrichtete, als daß er sich durch seineKühnheit ins Gefängniß brachte.

Schrifftlich wiedeylegke den Pabst VVKädwVS ä?O^LI^dlO, als aber sein Buch in einer Longeesa-cion der Cardinäle exgminiret ward, so schwiegen ei-nige stille, andere aber gaben dem Pabst recht, um ihmmit solcher Schmeichele« zu gefallen.

Es war aber lOUädkdei nicht gnug, solche Mey-nung vor sich zu hegen, sondern er suchte sie auch öf-fentlich einzuführen ; wie er denn den General derFranciscancr nach Paris schickte, welcher auf der Lan-tzcl davon predigte, aber sowohl von der Universitätals dem Könige deswegen gar irbel angesehen ward.

Weil nun die-Sache zur Weirlänfftigkeit gedeyhenwolte, zumahl, da sich der König derselben gar ernst-lich annahm, und dem Pabste gar mit dem Scheiter«Haussen gcdrohct ward : so wickelte sich dieser endlichmit der kahlen Entschuldigung heraus : Er hätte eseben nicht iin Ernste gemeyrred, sondern nur dieWahrheit auf solche'weist desto besser an denLag bringen wollen. K-XX.

Wa6 gab es vor eine Zwistigkeit wegen derArmuth Christi und der Apostel?

Diß war eine so unnütze Zanckerey, daß auch derFranzösische Scribent i) fürchtet, mit

deren Erzehlung ausgelachet zu werden. Die Gele-legenhcit darzu gaben die.Lrancistaner, welche sichunter einander wegen der Farbe, Forme und Materieihres Lsputii nicht vertragen kontcn. Welche stchmunin diesem Stücke am genauesten an die ersten-OrdenS-Regeln krsriciici jtt binden vcrmeyneten, die nennetensich Spirituals;, die andern aber wurden nur krarrescommunikati; betitelt.

Ob nun wohl dieftHändel in der That nichts andersals läppischeKinder-Possen waren: so erhitzten sie dochdie albern Mönche dermaßen, daß die Päbstc nmo-ULV8IV. V. und lonxnnr; xxu. gnug damit zu

schaffen hatten, welche verordneten, es selten die Franci-scaner von beyden Theilen in diesem Falle sich nach derVorschriffk ihrer Obern richten, und der letzte erlaub-

... /

te ihnen auch einige Korn-Speicher und Keller zumWas gab es vor eine Zwistigkeit'wcgen des geineinen^Gebrauche ihrer Convente zu haben.

Anschaucns GOtteö?

Von dieser ist schon etwas im Leben des Pabst- M-kl^l8I!8II8 XXlj. gedacht worden. Es bracht« nemlichdieser Pabst zum öfftern im seinen Predigten vor, d-ß

U) Ikiäem ir. 8LttKlIVIV8, Xdb. in tlisserc. <je (^iiskifmir«ut»iu»ion-. i) vlOl41'81V8 ?K^VlV8 rle I'deuloßieir1".!. Üb. I. c. rr.ksgg.

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Diese Schlüsse waren den sogenannten Spirimalibusgar nicht gelegen^ daher sie sich mit dem grössesten Ei-fer, ohne Betrachtung der Päbsilichcn Unbetrüglich-keit, widcrsttzeten und behaupteten: Man wäre indiesem Stücke den Obern keinen Gehorsam schul-dig,

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L. lec. 14. psß. 988-». Zl. Z 2 > 1 - äbrc§. ciironoloz.