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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen-Historie Neues Testamentes

rckäLEVL.

Metropolit ju Ancyra um das Jahrr4zo.

Sein hinterlassenes Merck, so in derKäyserlichcnBi-bliothec zu Wien geschrieben vorhanden, enthält nicht un-geschickte Sachen gegen den Primat des Pabstes, von demsechsten 8 ynoäo und andern Streitigkeiten, f) ohngeach-teteSl.LO ^I^l.^1lV8, tz) weil es nicht nach seinem Sinngeschrieben, aufs ärgste herunter zu machen bemühet ist.K1äkcv8

rvsenicvr

Ertz-Bischvff zu Epheso Anno I4z6.

Man findet an ihm ein unerschrockenes und sehr hitzigesGeinüth, zu grossem Mißvergnügen der Lateiner und sei-nes eigenen Käysers wu^nnr;, der ihn als einen gelehrtenund beredten Mann zur Vereinigung der GriechischenKirchen mitfich aufdas Loucilium zu kerrara und Florentzgenommen hatte.

Anfänglich zwar wusteer fich in die kmOccident gewöhn-liche lcboiaüischeArt zu cliipmiren nicht zu schicken: fol-gcnds aber faffete er sich,und bediente sich seinerBeredtsam-keik dermaßen, daß die Päbsiler erstaunten, und ihn vorunsinnig ausschryen, zumahl da er sie durchaus zu Ketzernmachen wölke.

Er blieb auch unbeweglich, da die andern GriechischenBischöffe auf Befehl ihres Käysers die Unions-Attickeldes Pabstes unterschrieben, und ward deswegen bey derZurückkunfft von seinen Lauds-Leuren gantz ungemein ver-ehret. b)

Seine Sekrissrcn Zeigen feinen hefftrgen Elfer gegendie Römische Kirche, und sind meistens noch in kck8m ver-both».

'^znr Drucke sind heraus

1. Zwey Briefe in den tomi; Lonciliornm, deren erster vondem Florentinischen Loncilio an alle Christen lautet, und sieermähnet,demselben ja nicht beyzupflichten; der andereist«in Circular-Schreibcn gleiches Inhalts.

2. IrsÄscur, Huoä äiuins änns tsnüiücsncur nnn lolum sver-bis äominicir, verumecism s consequcnribus orsrione Sc br-«eäiÄione tsceräorir^ vircure ssirirus 8. Er flndet sich Grie;

chisch unter denen Liturgien, so 1562. zu Paris heraus ge-kommen.

I. Lxcerms aus seiner krotestione käei, Tpiilvls lobsnnemkstsevloxum Imp. und Lcxbrsü saimsm sgsnriz bey dem I>eo-ne-U!»tio. i)

Ickanulcripra sind

1. Lspirs 8)>IIog'Mcs contrs I.srinos äe procellione 8pir. 8.

2 . csplrsl.XVIIl. conrrs kserelin^c^näiniKsrum.

».Noch unterschiedene Briefe, Orsriones, kelponüones, tzuse-

üionrs, csaric» Sie. welche man bey andern nachschlagenkan. le)

LL 88 E 08

ErtzrBischvff zuNicäa Anno 1436. stirbt 1472- alt 77. Jahr-In der ersten Helffte seines Lebens gehöret er unter dieLehrer der Griechischen, in der andern Helffte aber dcr La-

s) äpxenä. k>»8- 87- 8) öe contenlu lib. 2. csp. 18'

L. i;. b) 86 VKO?V 1 >V 8 in kistor. Loncil. klaren!.

I. c. p. YI. i) Oe conlentn lib. Z. csp. Z.L. 4- ir. üb. äe 8^noäo oÄsus csp. 14. Ic)l>ttIl,irkVS I.äLLLVL m nousbibliocü^lSlvrum k. r. F. 2.

teinischen Kirchen. Man muß indessen seine Geschichteallhier beysammen behalten.

Seine Bcredtsamkcit und ziemlicheWissenschaffrzogenchn ausdcm Clostcr, darinnener den Orden 8.6°lüü 21.Jahr beobachtet hatte, auf abgedachten Metropoliten.Stuhl.

Erwarerstlich beyden Oilputarionibu» zusterrars undFlorentz ein getreuer Camerade des vorbesagtenund erlangte durch die geschickte Vertheidigung der Grie«chischen Religion bey den Seinen einen grossen Namen.Wckl er aber nicht so hartnäckicht als-ELv; war, ließ ersich die Schmcicheleyen seines Käysers rmd der Papistennach und nach zu der Römischen Parthey ziehen, bekanntesich auch bey dem Ende des CIvncilH öffentlich zu derselben.

!Ecv, hieß ihn darüber einen Bastart und Verra-ther , und die Griechen wurden ihm dermaßen feind, daßer sich nicht nur seines Ertz-Bißthums verzeihen muste,sondern er ward auch von dem Patriarchen-Stuhl zuCon-stantinopcl, worzu ihn der Käyser ernennet hatte, verdrun.gen.

Solchergestalt muste er seine Zuflucht zu den beliebtenLateinern nehmen, und da machte ihn der Pabsi Lvarniv,soforkzum Cardinal,nicorzvs v. aber gab ihm dasBiß-thum brelcati, und die Legation von Bononicn.

Anno 1464. bekam er den Titul als Patriarch von Con-stantinopel, wie es denn nunmehro ani Päbstlichen HofeMode worden war, von den morgenländischen Bißthü-mern, ob sie schon nicht in ihrer Gewalt waren, dennoch dieTitul zu vergeben.

Nach dem Tode des Pabsis ?^vi.i n. brachte ihn seinCammerdr'ener kL-ron-'v; um das Pabstthmn, worzu ihndie Cardinäle erwählet hatten, und drey aus ihrem Mittelabschickten, ihm die Nachricht zu überbringen. Allein derwunderliche pLiro-rrv; wieß die Cardinäle ab, vorgebend,sein HErr liesse sich in seinem Studircn nicht stören. Alsokehreten die verschmähten Abgeordneten wiederum, undda siel die Wahl auf ?lvn v. Worüber Itl 88 /zklOd 4nachgehendö zu reirorro gesprochen: Eure überflüßigeSorgfalt bringt mich um die Pabst-Lrone, undeuciffum denLardinals-^ur.

Übrigens war er ein grosser Liebhaber derGelchrsamkeit:daher sein Pallast zu Rom gleich einer Acadcmie stets mitgelehrten Leuten erfüllet war. I) Von seiner Bibliothekwird in folgenden zu reden Gelegenheit vorfallen.

Seine vornehmste Schristren sind

1. läbrr äe 8scrsmento kucksrillise öc cjuibus verbis Lüri'st!congcisrur. Man sindet es in der Libüarüec, psrrum. m )

2 . ^pologispro Vcccoleu constirstiu conkursrionum pslsmse.Z. lielponüo IV. ^rßumenc« IVIsximi klsnuäis äe procelüone

8pirirus 5. ex st>!» ?scre. Diese beyden sind nebst noch einpaar Briefen zu Rom i6zo. heraus gekommen.

4. In dslumnisrorem klstonis übriiv. Leilsrion war ein großser Liebhaber des kisroni?, und vertheidigte ihn deswegen indiesen Büchern gegen Ooi-Znim trsperumium, welchermehr Wesens von -iritlorele machte.

s. ^orrcÄioübrorumklsroni? in leßibur.

6- Oe nsrurs öc srre conrrs trsperunrium.

7. IrLnsIscio XIV. librorum laerspti^stcorum ^ristokeli», Äc

vmus ieiscspli^s>corum 1'Keopbrsüi. Diese PhilosophischenWercke sind zu Venedig 1516. herausgekommen.

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äin. ^. m ) XVI.