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XV. Zeculum. 1.6ap. von den Lehrern.
Die übrigen Schafften find Oscioner, Briefe und an-dere Tractätchen, davon die meisten in KILci, verborgenliegen, n)
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»Vr»L«V 5 .
Patriarche in Reussen Anno 1438. stirbt 146z.
Sein Vaterland war, wie es scheinet, .Thessalonich«Sonst stand er in dem Orden des Heil. 8-liIii , und wardAbt im Closter 8. Ocmcmi bey Constankinopel. Nach
Hierauf schrieb er läillorism Concilii klorenrini, seuunioni; non verse inkcr L^secor äcbslino;, welche 80-LL8^8 688V6läIObi Anno 1660. im Haag heraus-gegeben. g)
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Patriarch zu Constankinopel Anno 1440.
Man gab ihm sonst noch den Namen An-
fänglich war er ein Mönch und ?oemcenrisriuz bey derdem creme iSesandschafft an daSConcUmm zu Baselab- großen Kirche zu Constankinopel, wie auch Käyserlicher
geleget Hatte, erwählete man ihn zum Metropoliten undPatriarchen von gantz Rußland. Folgends wohnete er insolcher Qualität und zugleich im Namen des PatriarchenvonAmiochien, demConcilio zu Florentz bey.
Anfänglich hielt er sich tapffer vor die Griechische Religion gegen die Lateiner,weiterhin aber kchrete er die Seegelnach dem Winde, und ward aufder Lateiner Seiten so eif-rig, daß er das Concilium zu bereden suchte, den abgedach-ten LV 6 LNI 0 VK 1 wegen seiner Hartnäckigkeit in
den Bann zu thun , wiewohl er seinen Zweck nicht er-langcte.
Anno 1439. ernennte ihn der Pabst rvsLrnv, zum Car-dinal-Priester mit dem Titul 8. ?ccr> und lcksrccHini, wor-auf er fich wieder nachReußland verfügete, und anfiengsolches auf Römisch zu retormiren. Allein die Rcussentumulruirtcn dagegen, und warffen ihn ins Gefängnis,woraus er doch nachRom entwischete, und von dem PabsteV. init dem Titul eines Pattiarchen nach Con-stai'tinoxrl geschickt ward.
Hier erlebte er die barbarische Eroberung der Stadt vonden Türcken, kam doch in Sclaven-Kleidern durch undnach Roin, allwo ihn der Pabst mit dem Bißthume8sbinsund dem Oecs nac im Cardinals-Collcgio versähe. 0)
ManhatnichtSweirervonihm, alseinen Bricffvor:der kläglichen Eroberung Constankinopel, welcherbey dem 88 V 8 dl 880 unter den Luickolir Iuicici, v) be-findlich.
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rsvieopvrv; oder 5rreo?vi.v5vi-coniir ju Constankinopel um das Jahr 1438-
Bercht-Vater.
Der Käyser nahm ihn mit aufdaSOoncilium
zu Florentz, allwo er die Stelle des Pattiarchen zu Aleran-drien vertreten muste. Sein erster Eifer, den er gegen dieLateiner bezeigeke, ließ bald nach, da sein Griechischer Geitzvon dem Pabste mit Golde vergnüget ward. r) Er redetedemnach folgends der Union zum besten, was er konte, underlangte damit von dem Käyser noch aufdem Loncilio dieStelle eines krocohmcelli, und folgends in obgedachtemJahre das Patriarchat.
Allein die Griechen nennten ihn einen Verrärher, undstießen ihn wiederum vom Stuhle, da er denn seine Zu-flucht nach Ronuiahm, und, wie man meynet, daselbst ver-storben. ;)
Seine Gchriffren sind
1. ^polotzlS s»'» Zynoclo kloremins, welche gegen dtsrcuw Lu-ßcnicum gerichtet isi.
2. Orscio seu Lpiüols sä ^lexium Lomnenum Impersroreml'rL»peruncinum äe procechone 8s>>r. 8.
3. Noch andere Werckchen zur Vertheidigung des Florrntinkschen Loncilii, welche noch in k!8rii Ilecken. r)
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rcnol-^ieiv!
Patriarch zu Constankinopel Anno 14z;. stirbt 1460.
Seine Gelehrsamkeit, Beredsamkeit und Scharffsin-nigkeit beförderten ihn aus einem Lehrer der Schulen zumKäystrlichen geheimen Rathe; wie er denn ivnänni indem Unions-Wercke gute Dienste geleistet.
Nach der Eroberung von Constankinopel erlaubte derTürckische Käyser den Griechen, sich einen Pattiarchen zuwählen, und da kraffdas Glück diesen 680861 V 8 l, ohn-
Er hatte noch unterschiedene andere Bedienungen, unbeachtet er nur ein Laye war; bey welchem Zufall er vorwar einer von den8tauropkori5, oder Creutz-Tragem,lSaS künsstige den Namen 6k8bIäI)I V8 annahm,welche nemlich dergleichen Zeichen an ihren Hüten tragen, > Der Türckische Käyser, welcher fich die Griechenund dem Pattiarchen als Räthe ander Hand stehen.
zuver-
>er Hand stehen. I binden suchte, verrichtete bey der Installirung alle Cere-Anno 1438. gicng er mit seinem Pattiarchen auf dre monien, so sonst die christlichen Käyser beobachtet hatten,Concilis zu Ferrara und Florentz, und bezeigte sich alsel-l^lso, daß er ihm den Biftboffs-Stab mir den Wortennen grossen Feind der Lateiner, wolte sich aber in keine l) f.'Aerreichete: Die H.Dreyeiniqkeit, welche mir daspuk-rioner einlassen, sondern suchte derselben Griffe sonstjRäyserchmngeschencket har? macher dlch zum pa-aufallc Weiseztt hintertreiben,worüber er bey dem Käyser, rriarchen; ihn nach seinem Pattiarchen - Hof führete,Patriarchen und nicht wenig Zorn verdie-j„nd sonst mit vielen Ehren begnadigte: wie er denn fol-
nete. qends sehr gerne mit ihm discunrete, und seine Gelchrsam-
Endlich muste er doch, alles Widerstrebet«? undProtc-stirens llngeachtet, unterschreiben, und zog fich dadurch denHaß seiner Lands-Leute auf den Hals, daß er sich bey seinerZurückkunffr genöthiget befand, seine Bedienungen nieder-zulegen.
n) conk.äppenä.säLäVLVKI p.yz. o) ttLNK.VVttäk-1 "O! 4 V 8 in sppeaä.aä L/^VLl diü.litc. lcripc, ,eccl. x. 94. p)lib. 4. p. 104.,
keir und Gotkseeligkeit lobtte.
Allein nach fünff Jahren kriegte 68dlbl/M1V8 dcSKirchen-Regimentö überdrüßig, und gieng mit Bewiki-
(a) z gung
q) VVtt^8r0.VV8!.c.p.95. r) 86VktO?V!.Vr
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