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Kirchen - Historie Neues Testamentes
Kopffc gehabt hatte, daß er allen Verstand anwendete, einsolches LeremomeU zu erfinden, vermittelst besten er ei-nen gleichen Rang mit dem Pabste behaupten möchte, ließbey vermercktem Stoltz und SteiWinigkcit der Lateinernicht nur diese gebaueteu Lustschlösser fahren, sondernhielt auch davor, es wäre hochstnochig den Lateinernnachzugeben, und ob man schon von 24. Arrickelnei! ren verlieren müßte, so konten die übrigen den Ab-gang doch ersetzen; wiewohl die Reue zuletzt so starcknachkam, daß er seine Übereilung nach acht Tagen mit demLeben bczahlete. 3)
Nun war zwar die Union solchergestalt auf dem Pa-,picre richtig, allein der Käyser war kaum nueder «ach " "Hause gekommen, so sperrete sich das gantze Griechen-Landdagegen. Der neue Patriarch cirrceuv;
ward von der Ckerisey als ein Verräther und Mutter-Mörder, der seine geistliche Mutter die Kirche ins Unglückgestürtzet hätte, verdammet, und das Volck wolte nichteinmahl den Seegen von ihm annehmen. Manche mustenvör die Union in Ketten und Banden büssen, andere aberbereuetcn ihre Unterschrifft, und kehrete» wieder zu ihrerKirchen. Es hielten auch die übrigen Patriarchen An-no 144z. einen SynoäuM zu Jerusalem, worauf das gan-tze Unionö-Wesen verworffen, und der Käyser durch einSchreiben erstrebet ward, dasselbe fahren zu lassen, b)
Ja, eö waren die Griechen deittateinern vielfcindseeligergeworden, als sie ihnen bisher gewesen, c)
So wenig nun die Griechen znr Vereinigung mit denPapisten mclinireten, so grosse Lust bezeugeten sie, dieHusmen oder Böhmischen Bruder in ihre Gemein-fchaffr auf- mrd anzunehmen. Denn als diese durch denSchluß des Florentinischen 8ynoäi waren verdammetworden, und also ihren Priestern von den Bischöffen dieOi-ciinmon, die man doch damahlen noch gantz unumgäng-lich nothwendig hielt, versaget wurde, so gab ihnen Roky-;an den Rath, sich zu der Griechischen Kirche zu wenden,von welcher mansch aus dem gemeinen Russe eine bessereEinbildung machte, als nachmahls der Augenschein aus-weisen wolte. .
Die Griechen nun waren ungemem mtt diesen Leutenzufrieden, und versprachen der Gesandtschafft, die Anno
Ik.
Wie war der Politische Zustand indiesem8ecu1o beschaffen?
Man nimmt wiederum Zwey Stücke vor sich.
1. In was vor Handen das politische Regt-
menc gewesen.
2. wie es fönst in diesen Zeiten gestanden,
III.
In was vor Handen war das PolitischeRegiment?
1. Die Raystr im Orient.
2. Die Räyscr im Occidenk.
z. Die anderr» vornehmsten Christlichen Re-genten.
IV.
Was vor Käyser haben im Orient regieret?
Weil die Stadt Constankinopel in diesem kcculo vonden Türcken erobert, und mithin das Griechische Käyfer-thum über den Haussen gemorste» worden, so mercketman
1 . Die Griechischen Rayser zu Constankinopel.
2. Die Curckischen Rayser Zu Constantinopcl.
V.
Was haben noch vor Griechische Käyserzu Constantinopcl regieret?
?8. ll.
räl.äkol.oüv;
Käyser Anno 1-92. bis 1419. stirbt 1424.
Weil ihm der Türckische Sultan Basazerh auf denThron geholssen hatte, so solte er in allen Stücken nach fei-ner Pfeisse tantzcn, welches aber nicht ge-
legen war, der sich vielmehr gegen die Tyranney derTur«cken zu schützen sucheke. Er begab sich dieserwegen nachdem Occidetlte, wo zwar unterschiedene zum Succurse ge-gen die einbrechende Macht der Türcken gar willig waren,auch eine ansehnliche Armee nach dem Oriente schickten,welche aber bey Nicopoli geschlageu, und folgends Con-stantinopel belagert ward.
1450. dißsslls an siegekomincnwar, allen guten Willen u nun dieOccidentalischeHülsse keinen Nachdruck
allein die Böhmen ff""dcn endbch sel^r ab, nachdem sies^tte, so wandte er sich zudem Tartarifchen Fürsten i-L-gewahr wurden, daß dre Griechische Kirche so remmcht ' / , .
war, als sie fich selbige anfänglich eingebildet hatten. 6)
Das V. Capitel.
Von dem ausserlichen Zustand derKirchen.
i.
Was wird in diesem Capitel vorkommen ?
Zwey Stücke
1. Der politische Zustand in diesem 8eculo.
2. Die Verfolgungen.
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dessen Waffen damahlen in Orient euren be-sondern Ruhm erlangten. Dieser cilete auch unverzüg-lich gegen die Türckcu, daß sie die Belagerung vor Con«stantinopel aufheben, und sich mit ihnen bey^ngona inGalatien in ein Gefechte einlassen mnsten, welches vor dirTürcken unglücklich abliefst, und VbUI sovielLusskmachete, daß er sich wieder von Paris, wo er zwey Jahrgervesen, nach seiner Residentz zu gehen getrauete.
Folgender Zeit lebte er zwar vor den Türcken ziemlichruhig, ward aber des Regiments so überdrüßig, daß er sel-biges Anno 1419. seinem Sohne überließ, und sich bis ansein Ende 1424. in ein Kloster rekirirete.
Man rühmet seine kindliche Liebe, so er gegen seinen Va-ter bezeuget, da ihn dieVeneticmr aufftiner Reise nachdem Occidente wegen einer Schuld 3rret,ret Hatten.Denn da indessen sein Bruder L8i)kon,cv5 über diesenZufall eine innige Freude hatte, «nd vor des Vaters Be-
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