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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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XV. 8eculum. V. Op. von dem äußerlichen Zustande der Kirchen in Orient,

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freyung mcht diegeringste Sorge trug, so sammlete dieseraus seinem 6ow->enwi'.i-m zu Thessalonich mit grosserSorgfalt die bcnöcLiaten Gelder, uin seinen verhastlerenVater auszulösen/ Seine Gelehrsamkeit ist aus seinenvorhandenen Schrisften zu erkennen» e)

79. Vll.

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Käysec Anno 1419- bis 1448- alt 57-Jahr-

Daß ihm sein Vater noch bey seinen Lebzeiten die Regie-rung übergeben, ist vorher erinnert worden. Wiesehr erdas Vcreinigungö-Werck mit der Römischen Kirche Je-,trieben, ist aus dem vorhergehenden Capitel bekannt. In-zwischen schaffte er sich dadurch mehr Schaden als Nu-tzen , weil er sich sein eigenes Volck a«f den Hals hetzete, . .

und aus dem Occident doch wenig oder keine Hülste erhielt, schwelgen, g)nachdem zumahl der König von Ungarn vl.Lv»i.ävr An-'

N01444. vom Lnvkäi-n bey Vai-ng rotalirer war geschla-genworden. 5) Mit einem Worte, es mustc sich nachgöttlichem gerechten Willen alles zum Untergänge desGriechischen Reiches schicken.

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Kayser Anno 1448- bis 145;. alt 49-JaHr.

Mit diesem solte nun endlich, das Griechische Kayser-kblim verfallen. Er war des vorhergehenden Bruder,und sonst so tapster,daß er in währendem PeloponnefischenKriege OiicMbs bcygenahinetwurde, weil man solcherge-stalt seine Stärcke mit dcr Kraffr eures Drachens verglei-chen wolte. Indern er aber von aller abendländischenHülste verlassen ward, zumahl, da er der zuFlorentz auf-gerichteten Union nicht, wie sein Bruder, beystimmen wol-te, so ward er endlich von der Macht der Türcken unter-drücket.

Denn, nachdem steh kivuLdikiev IV. des gantzenGrie-chenlandeS bemächtigethatre, gicng ernunmehrö mit sei-ner völligen Macht vor Corrstantinopcl, um durch derenEroberung der GriechischenMonarchre den letzten Hertz-Stoß zu geben. Nach einigen Wochen entstund im Tür-ckischen Lager ein Geschrey, als wären die Christen ausOccident zu Wasser und Lande in völligem Änmarcbe,worüber der Sultan fiutzigwurde, und willens war dieBelagerung aufzuheben. Diese Zaghafftigkeit der Tür-cken snchte der Groß-Vezier so es.'heimlich

nnt den Christen hielte, zu Vermehren. Allein der

redete dem Sultan zu, nur einen eüiigen General-Sturm zu wagen, und dem Volcke die Plünderung derStadt zu versprechen, womit er auch durchdrang, daß dir

rüstete : Pb dcmr kein Christ vorhanden wäre, von

dessen Handen ersterben könte ? Bald aber hieben ihndie Türcken, so ihn nicht kannten, mit unterschiedene»Streichen darnieder, und nach seinem Tode grenz allesüber und über, wobey die Türcken in den drey Tagen, so ih-nen zur Plünderung erlaubt waren, stlcheBeßhen undGrausamkeit ausübeten, daß es kaum anszusprechcn.Blut war wie Wasser vergossen, die Weibs-Personenwurden geschändet, und folgeuds niedergesäbelt, theil-auch zu Sclavengemachet. Die Cöwer warst man denHunden und Schweinen vor. In dieKirchen stattete mandie Pferde, und trieb sonst allerhand unstäriges West»darinnen. Der erschrecklichen Martern, dadurch mandie Leute zu Offenbarung der Schatze gezwungen, zu gs-

str Vorsatz durchs gantzc Lager kund gemachet wurde, wel-ches bey den Soldaten eine solche Freude erwecketc, daß siemir gleich zum Sturme wölken angeführet seyn.

Kurtz: die armstclige Stadt ward des folgenden Tageszu Wasser und Lande angegriffen, und ohngcnchtet sich dieChristen anfänglich ziemlich tapffer Hielten, auch der Käy-str mit seiner Suite ungemeineTapsserkeitzeigete, ss bra-chen doch die Ianitscharen an-unterschiedenen Orten in die,Stadt, und legten endlich auch alle, so um den Käyser rra.reu, dergestalt darnieder, daß er mit kläglicher Stimme

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,ä c.^Vkl IM. litt. scr. ecct. p. 52. f) 888O8OVL bik, Cvn.k-nkinop. ss. 55;.

II. Theil.

Vs.

Waö haben vor Türckische Käystr Zu Con-ftantinopcl regieret?

r. KlVI^lck^lbl) n.

Käyser Anno 145;. bis 1481- alt 5;.Jahr-

Anter den Türckischen Sultanen war er stink O.koma»no der zehnte, und wird von den Seim'gen der Grossezugenahmrk, weil er nicht nur.daö Griechische Kaystrthnmeroberte, sondern auch sonst gegen die Christen entsetzliche?ro»rellen machte.

Er war kein ungelehrter Herr, verstund die Griechi-sche, Lateinische, Arabische und Persische Sprachen, wienicht wenigerbie Astronomie, und las steißig die Geschichteder berühmten Helden, sonderlich des Ll.cxL«L«i uu Essind auch seiner Briefe unterschiedene ins Latein übersetztworden, und zu Lyon 1522. 4. und sonst an andern Or-ten heraus gekommen.

Wie ihn nun die Natur mit gar guten Gaben verse-hen Hatte, also ließ er sich die Ehr-Begierde zu grossenThaten treiben, welche er mit Klugheit und großem Mutheauszuführen wüste, auch aus gerechtem VerhängnisseGOtteS das Glücke ziemlich auf seiner Seiten Hatte.

Er überwand den in Ironien, eroberte,

wie schon gemeldet, das Constantinopolitanische Käyser-thum; belagerte 1456. Belgrad mit 400020. Mann,wiewohl ihn drr tapsscrc lottänries uvxnmvLz nöthigte,uuverrichteter Sachen wieder abzuziehen; machte eöfsl-geudö mit dem Trapezuntischeu Käyserthume ein Ende;unterwarfst sich gantzNatolien unddieInsuln des^rcbi-pelÄgi; behauptete Bosnien, Rascien, und eine» grossenTheil von Servien, undhatte letztens vor gegen Kb- äu-:und Italien Zxpeclitjonez vorzunehmen, wenn ihm nichtvon dem Tode wäre ein Strich durch seine Rechnung ge-machet worden.

Hierdurch nun ward er freylich ein Schrecken dcrgan-tzen Christenheit, zumahl da seine Siege mit gross r Grau-samkeit begleitet wurden, welches die Fürsten von Bos-nien und von kckctelmo, denen er doch Gutes versprochenhatte, erfahren mustcn. Soirderlich li.ßervon Bosnien gegen gegebenes sicheres Geleite lebendig

schinden.

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